Swallowtail - Noten?

  • Moins,

    ich bin auf der Suche nach Noten für Swallowtail (Jig).

    So soll´s klingen - url:

    Vielleicht spielt hier jemand parallel noch Geige und kann helfen, oder kennt jemanden, der jemanden kennt, usw... - Zwinker.

    Keine Sorge, ich wechsle jetzt nicht auf Geige.

    Unter

    url: https://thesession.org/tunes/106

    scheint die Version "X: 3" nach meinem ersten Eindruck dem schon recht nah zu kommen.

  • Moins,

    wenn ich nicht nur in den Kommentaren sucht hätte, wäre mir im ersten Video der Info-Button sicherlich eher aufgefallen - dort sind ihre Noten verlinkt.


    ROLF :

    Danke für den Tipp mit dem ABC - werden wir mal ausprobieren, dann braucht man die einzelnen Noten wohl nicht selbst eingeben.

  • Moins,

    danke für den Hinweis. Es war mir nicht entgangen, dass sie das Stück leicht abgewandelt hat, um es vermutlich beim Solo-Spiel interessanter zu gestalten.


    Welche Tune´s sollte man denn als Standard-Repertoire drauf haben. Schöne Tunes, die häufig gespielt werden. Ich fühle mich von der Vielzahl ein wenig erschlagen, hinzu kommen noch die unterschiedlichen Varianten und die Tonarten (bei der Bodhrán nicht entscheidend, aber für die anderen Instrumente schon).

  • Moin Micha,


    so auf die Schnelle würd ich sagen, beim Thema Standard-Repertoire kommt's drauf an, wo man selber ist und wo man hinwill.


    - SESSION: wenn Du bei der Session Deiner Wahl mitspielen willst, wäre das Standard-Repertoire halt das Zeug, was da oft gespielt wird. Das kann sich von Session zu Session ganz schön unterscheiden. Irgendjemand hat mal gesagt: lerne für Sessions 9 Tunes, die alle spielen, und einen Tune, den keiner spielt, dann trägst du gut was zur Session bei.


    - INSTRUMENT: wenn Du tiefer in ein spezielles Instrument einsteigen willst, gibt's halt auch Sets, die dafür besonders gut passen. Bei mir ist das Flute, da gilt z.B. Colonel Roger's favourite/Happy Days of Youth als Klassiker (weil John McKenna das gerne gespielt hat).


    - REGION: wenn Du tiefer in einen regionalen Stil einsteigen willst, sind wieder andere Tunes "musts". In Sliabh Luachra mit Sicherheit igendwelche Polka- oder Slide-Sets, in Sligo tauchen auf Platten von locals z.B. immer wieder mal Jim Donoghue's, Shaskeen und Martin Wynne's 1 & 2 auf.


    - SICHERE BANK: wenn Du einfach nur auf Nummer Sicher gehen willst, gibt's schon auch Tunes, die fast alle können. Aber manche von denen haben inzwischen so einen Bart, dass sie nicht mehr von allen gern gespielt werden. Kesh Jig und Morrison's fallen mir da zuerst ein.


    Hoffe, das hilft jetzt mehr als dass es verwirrt :)


    Viele Grüße

    Moritz

  • Moins Moritz,

    ich versuche gerade Familie und Freunde für und mit den irischen Tunes zu infizieren, um gemeinsam zu musizieren.


    Bei den Örtlichkeiten, wo und wann die Tune Sessions in möglichst sinnvollen und machbaren Entfernungen stattfinden - in diese Materie muss ich erst einmal hineinwachsen, ebenso in die Regeln.


    Das virtuose Flötenspiel in Proitze hat mich schon stark beeindruckt und wirkt nachhaltig - das Spiel der anderen Instrumente war auch großartig und mitreißend. Dies war meine erste Session. Das Feld des Flötens überlasse ich noch anderen; in diesem Tempo die Bodhrán gekonnt und sicher zu beherrschen, sollte vorerst Ziel genug sein.

    Welche Instrumente sind denn bei den Sessions überhaupt zugelassen, oder geduldet - oder sind es doch zu viele, um diese aufzulisten? Eine Gitarre hatte ich in Proitze wahrgenommen; nur darf man dort beispielsweise sicherlich nicht mit einer Block- oder Querflöte auftauchen, oder?


    ROLF :

    Meiner Tochter gefiel das obere Video auf Anhieb - diese Motivation wollte ich gleich nutzen.

  • Moin.


    Was für Instrumente "zugelassen" sind, kann man sicher nicht pauschal beantworten.

    Schließlich ist fast nichts wirklich eindeutig unumstritten "traditionell." Auch und vielleicht gerade die Bodhran nicht.


    Wichtiger finde ich ob man sein Instrument und die Tunes oder auch Songs einigermaßen beherrscht.

    Meine Freundin steigt gerade für Sessions von Querflöte auf Whistle(s) um. Aber nicht weil sie "muss" oder Ihr die Querflöte gar jemand direkt oder indirekt ausreden oder gar verbieten würde.


    Auch die Diskussion, welche Tunes man im Repertoire haben sollte, ist mir mal wieder zu typisch deutsch normativ.

    Man spielt mit was man kann und lernt dazu.

    Manche Tunes laufen in kleiner Besetzung, in die bekannteren fallen mehr Leute mit ein.

    Und es wird auch mal Leuten etwas beigebracht oder Noten ausgetauscht.

    Die Tonart auf die bevorzugte einer Sängerin transponiert, Instrumente rauf- und runtergestimmt,...


    Manchmal frage ich mich, ob bei manchen eine Session-Teilnahme mit einer Buchung als Begleitmusiker im vorgegebenen Repertoire und Stil einer Band verwechselt wird.

    Oder ich mit den flexiblen, freundlichen, lern- und hilfsbereiten, auch Fehler machenden und diese eingestehenden und den anderen zugestehenden Teilnehmern in meiner Session so außergewöhnliches Glück habe.


    Greetz


    Andreas


    2014er Prauß, 2008er/2014er Siepmann, 2005er/2011er RWE-TwinSkin, 1975er J&R Glen
    (verkauft / verschenkt: 2 x Palisander, LL 2.0, BL 2.0, CL slim, CL "GoldenMaple", MOS).

  • Moins,

    unmittelbar nach dem Senden hatte ich mir die Frage schon selbst beantwortet.


    Entscheidend ist, was und wie vor Ort oder in den ins Auge gefassten Sessions gespielt wird und welche Tunes einem persönlich gefallen - und dann, üben, üben, üben ...


    Moritz :

    Danke für die Tipps; werde mir diese mal ansehen.

  • Oder ich mit den flexiblen, freundlichen, lern- und hilfsbereiten, auch Fehler machenden und diese eingestehenden und den anderen zugestehenden Teilnehmern in meiner Session so außergewöhnliches Glück habe.

    Ist das nicht gerade lebendiger Ausdruck der "aural tradition" in einer "trading session"?

  • Lieber Micha,


    ja, wenn man mit einem Melodieinstrument in die irische Musik einsteigen will, ist man am Anfang erstmal erschlagen von der FÜLLE der Möglichkeiten. Da hilft nur eins: Einfach rein und irgendwo anfangen. Man kann nie alle Tunes, das ist gar nicht möglich. Also dort anfangen, wo einen was gepackt hat, vielleicht eine Aufnahme von einer Session (Tune-Namen rausfinden) oder ein Track auf der Lieblings-CD oder ein youtube-Video. Was enorm beim Lernen hilft: Hören hören hören. Ganz viel. Unterschiedliche Stile. Oder auch mal immer wieder den gleichen Tune, aber in 5 verschiedenen Varianten.
    Welches Instrument soll's denn sein? Auf einer Flöte (Flute, irische Holzquerflöte) spielt man zu Beginn bestimmt gerne Tunes in Ddur oder Gdur, genauso auf Concertina (Gdur for ever ;) ). Geiger mögen auch gern Adur, damit kannst du Piper zB aber jagen! Du siehst, auch die Tonart entscheidet mit darüber, ob ein Tune einfach zu spielen ist oder einfach für dein Instrument ganz blöd liegt.


    Damit ich dir aber auch was praktisches mitgeben kann, hier ein Jig-Set mit 3 hübschen Stücken, die bestimmt die meisten können, die aber noch nicht so totgenudelt sind.

    My darling asleep (D) - Out on the Ocean (G) - Mist on the mountain (Ador = ohne gis)

    https://thesession.org/tunes/76/12564

    https://thesession.org/tunes/108/20578

    https://thesession.org/tunes/256/256


    (Wenn man bei den Tunes auf thesession.org unter diesem adc-Gedöns auf "sheet" und dann auf "print" klickt, bekommt man hübsche Noten. Ach ja, und natürlich von den Stücken erstmal hübsche youtube-Versionen suchen, denn hören hören hören vor lernen. Bzw: Hören ist Lernen!)


    Herzliche Grüße

    Doro


    PS: Noch ein praktischer Tipp: die Slow-Session-Liste der Bonner Session. Die meisten Tunes aus der Liste sind auch relativ bekannt und verbreitet. Gibt's hier: http://www.bonna-musica.com/slowsessiontunes.pdf