Top End Style

  • Hallöchen,
     
    es fällt in div. Threats, hier und auch anderswo immer wieder das Wort "Top End Style" Spieler.
    Kann mir einer erklären was genau damit gemeint ist.
    Hat es evtl was mit der Stickhaltung zu tun (wie z.B. in der Faust im Tommy Hayes Video)? ?(
     

    Danke Gruß Josh
    Servus
     

    Josh
     
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  • Hallo Josh,
     
    [I]Top End Style[/I] bezeichnet - genau genommen - weder eine Tipperhaltung noch eine bestimmte Art, Rhythmusmuster aufzubauen. Es ist einfach nur eine Bezeichnung für die Wahl des Anschlagspunktes. Während die meisten traditionellen Spieler den Tipper meistens unten oder in der Mitte aufs Fell schlagen, werden die Grundschläge beim Top End Style oben am Fell gespielt. Das ist alles.
    Johnny McDonagh meinte dazu übrigens, dass es im Prinzip ziemlich egal ist, ob man die Grundschläge eher unten (wie er selber) oder oben (wie z.B. Eamon Murray) am Fell macht - man kann im Prinzip mit beiden Spielweisen dieselben Rhythmusmuster spielen. Jetzt kann man sich natürlich fragen, warum man dann erst großartig von [I]Top End Style[/I] spricht. Vielleicht deswegen, weil es sehr ungewöhnlich und neu aussieht, aber genau weiß ich das nicht.
    Übrigens, ich selber spiele sowohl klassisch als auch modern und muss Johnny McDonagh recht geben. Das Einzige, was mir aufgefallen ist: manche Rhythmusmuster lassen sich einfacher oben, manche unten spielen. Bass auf die 1 und Plop auf die 2 zum Beispiel kommt bei normalem Schlag ([I]down up down up[/I]) ganz gut oben am Fell, also Top End Style. Beim [I]double sticking[/I], also [I]down down up up[/I], kommt dasselbe Muster besser, wenn ich unten am Fell spiele.
    Hoffe, das hilft ein wenig.
     
    Moritz
  • Hallo Moritz,
    danke für Deine ausführliche Erklärung :D
    Bin jetzt schon wieder a Stückerl schlauer.
     
    Bin übrigens auch deiner Meinung bzgl.
     
    [QUOTE]Das Einzige, was mir aufgefallen ist: manche Rhythmusmuster lassen sich einfacher oben, manche unten spielen[/QUOTE]
     
    Obwohl ich auch viel oben spiele wegen der Klangvariationen oder wenn es danach wieder "bergab" geht. Schlagtechnisch versteht sich. 8)
     
    Gruß Josh
    Servus
     

    Josh
     
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  • meiner meinung nach is auch ein grosser unterschied zwischen den beiden stilen die art des klangs den man erzeugen kann
    top-end bringt (find ich zumindest) auch töne die eher an bongos oder congas oder so erinnern
    mir ging es jedenfalls so als ich das erste mal jemanden so spielen hab hören
    das war auf ner aufnahme vom rolf und ich hab mich erst gefragt wo da die bodhran zwischen all den percussion instrumenten is :]
     
    bei dem anderen stil find ich is der sound eher dumpfer.... da kommt man kaum an so "exotische" töne ran
     

    mfg
     
    ich

    rettet die wälder - esst mehr biber :))
     
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  • Hallo Tim,
     
    ich hab's grad noch mal ausprobiert - die "exotischen Töne" kriegst du sowohl oben als auch unten am Fell hin. Das hängt allein davon ab, was du mit der linken Hand machst. Wie gesagt: "Top End Style" bezeichnet nur den Anschlagspunkt, prinzipiell kann man dieselben Töne oben und unten am Fell spielen.
     
    Moritz
  • hmm ok
    dann hab ich mich wohl nur zu doof angestellt :rolleyes:
    ich dachte dann dass das vielleicht damit zu tun hat wie die hand eben so aussieht, dass man oben am fell eben anders druck aufs fell ausüben kann als unten (wegen dem daumen und so...)
    deshalb dachte ich dass das eben nur (oder zumindest leichter) oben am fell geht
    ausserdem hab ich bisher nur leute gesehen die solche töne eben am oberen ende spielen
    auch das schien mir ein zeichen dafür zu sein
     
    aber irren is ja menschlich......

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  • Hallo Tim,
     
    dass man die besagten Töne oben am Fell [I]leichter[/I] hinkriegt, kann durchaus sein; das hängt vielleicht auch vom jeweiligen Spieler ab. Aber rein spieltechnisch ist beides möglich.
    Der Klang dieser bongo-artigen Töne hängt übrigens weniger mit dem Druck zusammen, sondern mehr mit der Fläche des Felles. Und die kriegt man auch am unteren Ende des Fells ziemlich klein, je nachdem, wie die Hand auf dem Fell liegt.
     
    Moritz
  • Tach zusammen
     
    Meiner Meinung nach hat der unterschiedliche Klang am oberen und am unteren Ende des Felles (von Unregelmäßigkeiten im Fell, da Naturprodukt, einmal abgesehen) rein anatomische Gründe. Es ist nun mal nicht möglich Hand und Tipper am oberen Ende genau gleich zum Instrument zu halten wie am unteren Ende.
     
    Die Bodhran ist (in einer Achse) ein rotationssymmetrischer Körper. Da gibt es kein oben und kein unten. Das ist eine rein willkürlich Definition von uns Menschen. Wenn ich die Bodhran ein kleines Stück auf mich zu oder von mir weg rolle sieht sie immer nich gleich aus. Wenn der Klang am oberen Ende des Fells eine instrumentenspezifische Eigenschaft wäre, dann könnte man durch einfaches Drehen der Trommel um 180 Grad aus "Oben" ein "Unten" machen. Wie gesagt, von Unregelmäßigkeiten im Fell abgesehen.
     
    Bei meiner Bodhran zum Beispiel ist der Klang am vorderen Ende des Fells auch ein anderer, als am hinteren Ende. Auch das hat anatomische Gründe, nämlich meinen dicken Bauch am hinteren Ende des Felles. Ich kann die Bodhran drehen wie ich will, der dumpfe Klang wandert nie von hinten nach vorne. :D
     
    MfG
    Prof. Dr. Dr. Mac Bodhran 8)
  • Moin
    ich habe nochmal drüber nachgedacht:
    Was den top end style unter anderem auszeichnet ist die fast vertikale Stickhaltung.
    macht auch Sinn, die Stickhaltung folgt dem Radius:
     
    [IMG]http://www.irishtrad.de/pics/drum2.jpg[/IMG]
     
    Da gehen kompliziertere Sachen einfach besser oben, wo man mit der Schalghand über der Trommel ist, als unten, won man sehr nahe ans Fell kommt.
    Grüße
    Der Rolf
  • Erstmal möchte ich Frank zu seiner brillianten und scharfsinnigen Betrachtung des Problems danken. Jetzt habe ich endlich kapiert, warum die Trommel so dumpf klingt... :D
     
    Auch Rolfs Erklärung leuchtet mir ein. Allerdings kann ich das gesamte Thema nicht ganz verstehen. Bisher konnte ich auf der gesamten Trommel recht vernünftig spielen und sehe da nicht so gravierende Unterschiede, daß ich von einem anderen Stil sprechen würde. Natürlich sollte man in der Nähe des Randes spielen wenn man Rim-Shots spielen will (kürzere Wege) u.ä.
    Aber ob man oben oder unten lieber spielt, hängt doch wohl mehr von den persönlichen Vorlieben und Angewohnheiten als von stilistischen Möglichkeiten ab, oder?
     
    Gruß
    Lars
  • ich denke schon dass man von 2 stilarten sprechen kann
     
    der top-end-style wird (meines wissens nach) ja eher von modernen, jungen spielern benutzt, wobei der sound der trommel "exotisch" und evtl sogar "bongo-mäßig" wird
     
    der "traditionellere" stil wird eher von älteren und traditionell geprägten spielern verwendet (zumindest is das mein eindruck - ich kann mich da auch täuschen)
    der klang is dabei eher dumpf, traditionell. man könnte ihn manchmal schon als "archaisch" bezeichnen
     

    für mich sind das schon anzeichen für 2 stilrichtungen......
     
    viel spass beim weiterdiskutieren
     
    mfg
     
    TimFinnegan

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  • Hi Tim,
     
    ich würde nicht soweit gehen von einer Stilrichtung zu sprechen, sondern eher von einem Stilelement. Wie Moritz schon sagt, den Bongo ähnlichen Klang bekommt man auch am unteren Ende hin, sogar am vorderen Ende der Bodhran, nur eben am hinteren Ende nicht, wie gesagt ... mein dicker Bauch :D. Am oberen Ende ist es eben nur einfacher und ergonomischer. Das gilt für einige andere Effekte auch.
     
    Das als Stilrichtung zu definieren erscheint mir etwas zu gewichtig. Stilelement trifft es wohl besser.
  • ich denke es ist deshalb ein eigener stil weil (wie schon in meinem letzten posting zu lesen...) die spieler die sich (vorwiegend) der einen oder anderen spielweise bedienen auch jeweils andere stile was die begleitung angeht haben.
    ich persönlich habe noch niemanden gesehen der "klassisch, traditionelle, dumpfe" töne bevorzugt gespielt hat und dabei top end geklöppelt hat
    das machen eben - meiner ansicht nach - eher die "alten" bzw "hardcoretraditionalisten" unter den bodhranspielern die diesen sound bevorzugen
    (man höre dazu einfach mal ältere, bzw "auf tradition bedachte" aufnahmen...)
     
    auf der andern seite hab ich auch noch keinen gesehen der am unteren ende der trommel (was ich jetzt als "klassisch, trad. spielweise" bezeichnen möchte) die "exotischen, bongoartigen töne gezaubert hat und von der ganzen begleitungsart eher modern und innovativ war......
     
    da die spielweise (top end bzw. "klassisch) hier scheinbar auch anzeichen für die art der begleitung und die art der sounds ist könnte man es doch in 2 gruppen - eben "stile" unterteilen....
     
    so seh ich das zumindest...... und es klingt für mich durchaus logisch :D

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  • Hihi, das scheint mir doch eher ein unwiderstehlicher Drang der Jugend zu sein, jede Variation in der Spielweise als neuen Stil zu definieren. Jede Popgruppe, die drei Noten anders spielt als die anderen hat heutzutage schonen einen neuen Musikstil kreiert. Vieleicht spielt da auch der Wunsch, sich von der (älteren) Generation abzusetzen, eine nicht ganz unwesentliche Rolle.
     
    Ich denke zur modernen Spielweise der Bodhran, so wie sie sich in den letzten 20 bis 30 Jahren entwickelt hat, gehört unweigerlich auch die Nutzung der äußeren Bereiche des Instruments.
     
    Nur weil ein Schlagzeuger ein stimmungsvolles Stück mit einem Besen anstatt mit einem normalen Stick begleitet ist damit doch nicht der "brush style" geboren. Ebensowenig wie man von einem "hot rod style" spricht nur weil man ein Stück mit hot rod spielt anstatt mit normalem Tipper. Ganz zu schweigen von einem (inzwischen sehr beliebten) "no crosspiece style".
     
    Alle diese Dinge zusammen genommen machen die Bodhran doch erst zu dem Instrument, dass wir alle so faszinierend finden, ohne dass jedes Element für sich genommen gleich eine Stilrichtung definieren würde. Arme Bodhranii, die nur in der Mitte spielen und sich die knackigen Sounds am Fellrand entgehen lassen, und arme Bodhranii, die nur am Rand spielen und auf die satten Bässe in der Fellmitte verzichten.
     
    McLässtSichNichtAufEinenStilFestnageln, Bodhranphilosoph 8)
  • moin du McPhilosoph :D
     
    ich kann deine argumentation durchaus nachvollziehen und stimme dir sogar teilweise zu
    v.a. beim no-crosspiece und hotrod-style :]
     
    für mich persönlich sind beim top end und "klassischen" stil doch ziemlich deutliche unterschiede (die eben über unterschiede was das instrument und den tipper etc hinausgehen) offensichtlicher und auch was die musik angeht meiner ansicht nach "gravierender"
    aber weil ich grad meinen sozialen tag hab lass ich dir auch deine meinung :)) wenn du wenigstens versuchst meine ansicht auch nachzuvollziehen :P *ggg*
     
    ich denke wir diskutieren hier über ein thema das man im endeffekt doch so und auch anders sehen kann und für beides seine argumente findet......
     
    ich für meinen teil bleib dabei - für mich sinds verschiedene stile
     
    man denke auch daran dass "kerry style" und die verschiedenen regionalen stilarten meines wissens zT auch auf die unterschiedliche STICKHALTUNG zurückzuführen sind
    (ich weiss dass ich mich gerade auf sehr dünnem eis bewege.... sollte ich mich hier böse täuschen..... belehrt mich bitte eines besseren weil ich nich dumm sterben will *gg*)
     
    yo - etz fällt mir nix sinnvolles mehr ein (oder etwas was man so betrachten könnte....)
     
    mfg
    TimFinnegan

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  • Moin
    ja die Stile..also:
    Wir müssen uns zunächst fragen, was bedeutet denn überhaupt Stil ?
    Meine (und die der meisten anderen) Definition:
    Man braucht eine größere Gruppe von Menschen, die ähnlich klingen und auf ähnlichem Wege zu diesem ähnlichen Sound gelangen. Bei der Fiddle Musik war das früher einfach: Es gab regionale Unterschiede, die Stile waren lokal, also Sligo style, Donegal style etc. Das hat in den 70ern Mícheál Ó Súilleabáin auch für die bodhran versucht, die Einteilung Kerry style und Roscommon style (für hand playing) kommen da her. Nur: der Kollege hat sich nur sehr wenige Spieler rausgesucht und daraus einen regionalen Stil abegleitet. Das wird heute von den Bodhrangelehrten (Mel Mercier et al) nicht mehr so gesehen, die Gruppe war einfach zu klein, und es gibt auch in Roscommon viele Leute, die mit einem Stick spielen.
    Nun ist es mE. so, dass wir viele Individualstile bei den Fortgeschrittenen haben, McDonagh klingt anders als Hayes und anders als JJK, aber so eine richtige große Gruppe, die auf ähnlichem Wege einen ähnlichen Sound erzielt, fehlt mir noch und regional ist schon lange nix mehr (auch in der Fiddle music schwinden Dank CD und Internt die regionalen Stile, bzw leben außerhalb der Regionen weiter).
    Natürlich gibt es ähnliche Methoden, bestimmte Töne zu erzählen, aber es macht halt noch keinen Stil aus. Ist aber vielleicht auf dem Weg dahin...
    Grüße
    Der Rolf
  • Hallöchen,
     
    hab gerade das erste Mal diesen Thread gelesen. Sehr schöne, interessante Diskussion... :]
     
    Muss ich jetzt auch noch meinen Senf dazugeben? Hm...ich machs einfach mal. :rolleyes:
     
    Ich weiss es von den Geigern, dass es sich schon durchgesetzt hat, von regionalen Stilen zu sprechen. Sligo Style ist eben anders als Kerry Style, und das kann man ganz genau hören. Wobei: letztenendes meint man damit nichts anderes als eine spezielle Art, sich künstlerisch auszudrücken. 8)
     
    Bei der Bodhrán tun wir uns vielleicht alle deswegen schwerer, weil es eben dieses Instrument noch nicht sehr lange gibt. Da haben sich eben die Stile nicht so herausgebildet, man kann die deswegen weder regional trennen noch macht es m.E. Sinn, sie an der Spielweise bestimmter Spieler festzumachen. Auch ein JJK spielt nicht nur Top-End, auch ein Plüschke nicht nur Hip-Hop, selbst wenn bestimmte Musiker eben durch bestimmte Spielweisen bekannt wurden.
     
    Man fällt eben vor allem dann auf, wenn man was Neues macht und dieses besser als andere. Dann kann man m.E. Stile schon eher an bestimmten Spielweisen festmachen. "Top-End-Style" (man lasse sich den Wohlklang dieser Worte in den Ohren zergehen - ;) ), okay. Klingt gut und man kann trefflich drüber diskutieren, aber so richtig Sinn machen tut es m.E. nicht.
     
    Aber schließlich müssen wir uns ja irgendwie austauschen, v.a. wenn wir hier trocken rumdiskutieren. Für die Praxis ist es m.E. eh vollkommen ohne Bedeutung, von diesem und jenem Style zu sprechen. Ich sehe: aha, Rolf spielt bestimmte Töne im oberen Bereich der Trommel, das probier ich jetzt auch aus. Rolf wird es auch egal sein, ob ich mir bewußt bin, dass das jetzt "Top-End-Style" ist oder nicht. Das einzige was zählt ist der Sound. Stimmts? Und der sollte einfach FETT sein. :rolleyes:
     
    So, genug herumpalavert. Was ist dann eigentlich der "Top-End-Style", wenn man z.B. gerade eine Reise zum Mond macht und ein bisschen trommeln will. Steht man auf dem Kopf, wie heißt das dann? "Turning Up-and-down-Style", "Astro-Style"?
     
    Machtgut Leute und danke für die Lektion
     
    :)
     
    Mat
     
    Stammsessions in Kassel und Marburg
    Instrumente: SOK-Bodhrán, Takamine-Gitarre, Dixon Low und Tin Whistle, Seiler Piano
  • [QUOTE][I]Original von Mat [/I]
    Hallöchen,
     
    Ich weiss es von den Geigern, dass es sich schon durchgesetzt hat, von regionalen Stilen zu sprechen. Sligo Style ist eben anders als Kerry Style, und das kann man ganz genau hören. Wobei: letztenendes meint man damit nichts anderes als eine spezielle Art, sich künstlerisch auszudrücken. 8)
     
    Bei der Bodhrán tun wir uns vielleicht alle deswegen schwerer, weil es eben dieses Instrument noch nicht sehr lange gibt. Da haben sich eben die Stile nicht so herausgebildet, man kann die deswegen weder regional trennen noch macht es m.E. Sinn, sie an der Spielweise bestimmter Spieler festzumachen.
    [/QUOTE]
     
    Moin
    es wird wohl nie regionale Stile geben....
    Die regionalen Stile beim Geigenspiel haben sich in einer Zeit entwickelt, in der es keine CDs, kein Internet und wenig Transportmöglichkeiten gab. Von Kerry nach Sligo zu kommen war einfach ein Riesending, noch vor ca 50 Jahren.
    Heute kann jeder hören und sich beeinflussen lassen von was oder wem er will. Es gibt Aufnahmen ohne Ende, die Leute reisen mehr und das Internet verbindet über Kontinente hinweg. Damit ist die lokale Beeinflussung deutlich weniger geworden und auch bei den Geigen ist die regionale Trennung schon schwieriger...auch ein Geiger aus Kerry kann Sligostyle ohne große Probleme lernen.
    Beim Bodhran kommt noch dazu, dass das, was gespielt wird nicht so enge Grenzen hat wie ein Tune.
    London Lasses klingt zwar von einem Sligo Geiger anders als von einem Donegal Geiger, aber es ist immer noch der Tune erkennbar. Die Begleitung zu Lonson Lsses auf der Bodhran kann komplett anders ausfallen, und das ist nicht regionsabhängig, sonder liegt am individuellen Stil des Bodhranspielers. Wir sind da etwas freier,als die Melodiefraktion....
    Grüße
    Der Rolf
  • moin ihr
     
    ich denke nach wie vor dass die bezeichnung "Top-End-Style" ihre berechtigung hat
    erstens klingts geil *ggg*
    Ich mein.... "Ich spiel Top End Style" klingt einfach besser als "Ich hau da am oberen eck auf meine ziege..." :D
    und zweitens denk ich is die bezeichnung doch sinnvolle wenn man sich unterhält
    sagt dann einer daß er vorwiegend Top End spielt weiss jeder sofort was gemeint ist
    es is doch viel leichter...... und ob das dann wirklich n eigener stil is oder nich tut dann für das gespräch eher weniger zur sache... man weiss einfach wie der andere bevorzugt spielt....
    und das is doch auch mal was ;)
     
    [QUOTE]Wir sind da etwas freier,als die Melodiefraktion....[/QUOTE]
     
    Ich WUSSTE dass wir besser dran sind... :]
     
    soviel von mir....

    rettet die wälder - esst mehr biber :))
     
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