Mikrophonieren

  • Ich habe den Tipp von Markus Pede von Larún umgesetzt: Shure WL93 mit einem Frottee-Wristband einfach am Handgelenk der Tipperhand angebracht und Kabel mit Mini-XLR am Ende durchs T-Shirt mit meinem Taschensender verbunden. Absolut großartige Idee, stammt wohl ursprünglich von Stevie. Obwohl es ein Kugel-Mikro ist, hatte ich bisher null Probleme mit Feedback oder übermäßigem Übersprechen anderer Instrumente. Leider weiß ich nicht, ob man es einfach für kabelgebundene Benutzung auf großen XLR umlöten kann. Auf jeden Fall braucht es 48V.


    Ich finde es allgemein wesentlich besser, die Schlagseite des Fells zu mikrofonieren als die Innenseite, da fängt man sich leicht übermäßige Geräusche von den Bewegungen der Fellhand ein.

  • Moin

    Danke, wie ist es denn dabei mit Bewegungen des Körpers, rascheln von Klamotten und so? Wird das nicht alles mit übertragen?

    Oder habe ich es noch nicht kapiert?

    Liebe Grüße

    Der Rolf

    Hallo Rolf,

    ich habe von den Tonleuten am Pult noch keine Meldung diesbezüglich erhalten. Man muss natürlich darauf achten, dass das Mikro mit seiner Befestigung über allen Kleidungschichten liegt und damit eben nichts dran reiben kann. Ich nutze hier einen militärischen Gürtel, denn die haben ein Schloß, d.h. man muss nicht, wie bei einem "normalen" Gürtel erst alles durchfummeln, sondern man legt es, an schließt das Schloß, fertig. Man kann dann auch ganz leicht den Gürtel nachziehen oder lockern. Auf dem Bild rechts vom Schloß befindet sich ein Hebel den man öffnen kann um den Gürtel in seiner Weite anzupassen. Links ist eine Gummischlaufe, durch die ich das Mikrofon durchschiebe. Man kann es auch noch mit Gaffatape sichern. ich habe hiermit sogar weniger Nebengeräusche als mit der Methode von Stevie und Kabelbruch ist so selten wie im sonstigen Betrieb mit XLR-Kabeln. Natürlich kann man die Position des Mikrofons durch verschieben des Gürtels an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Man kann natürlich auch über die "Schönheit" dieser Lösung diskutieren, aber technisch habe ich gute Erfahrungen damit gemacht.

    Liebe Grüße


    Uwe

  • Ich habe den Tipp von Markus Pede von Larún umgesetzt: Shure WL93 mit einem Frottee-Wristband einfach am Handgelenk der Tipperhand angebracht und Kabel mit Mini-XLR am Ende durchs T-Shirt mit meinem Taschensender verbunden. Absolut großartige Idee, stammt wohl ursprünglich von Stevie. Obwohl es ein Kugel-Mikro ist, hatte ich bisher null Probleme mit Feedback oder übermäßigem Übersprechen anderer Instrumente. Leider weiß ich nicht, ob man es einfach für kabelgebundene Benutzung auf großen XLR umlöten kann. Auf jeden Fall braucht es 48V.


    Ich finde es allgemein wesentlich besser, die Schlagseite des Fells zu mikrofonieren als die Innenseite, da fängt man sich leicht übermäßige Geräusche von den Bewegungen der Fellhand ein.

    Die Mikrofonierung von vorne finde ich auch geschickter. Mir hat der Tipp, von Stevie beim Bodhran-Camp 2019, den Markus dir empfohlen hat auch getaugt, bis es eben mal zum Kabelbruch kam, natürlich beim Soundcheck. Es kommt hinzu, dass bei der Methode mit dem Wristband, zumindest bei mir, auch Zusatzgeräusche aufgetreten sind. Deshalb die geschilderte Methode. In meinem Repost zu Rolfs Anfrage ist es nochmal genauer geschildert und mit einem Bild versehen.

    Liebe Grüße

    Uwe

    • Offizieller Beitrag

    Moin

    Coole Sache. Ich glaube, ich persönlich wäre dafür zu zappelig :-).

    Aber wenn es für Dich klappt, ist das sicherlich eine gute Lösung.

    ich mag die Mikrofonierung von vorne auch, gerne auch ergänzt von hinten, was realistischerweise wohl eher eine Studiolösung ist.

    So sah es die letzten Tage hier aus:


    Grüße

    der Rolf

  • Hallo Rolf!

    Dein Setup sieht ja wunderbar aufgeräumt aus. ☘️

    Kannst Du eventuell was zur Zusammenstellung sagen? Ich meine ein Scarlett von Focusrite zu erkennen?!


    Ich arbeite aktuell im Büro mit einem alten Shure SM58 und einem 2i4 Audiointerface.

    Leider ohne die dazugehörige Software, weil der Vorbesitzer die registriert hat und ich sie nicht mehr neu registrieren durfte.


    Mobil habe ich ein Zoom H2.

    • Offizieller Beitrag

    Moin

    Das ist dieses Scarlett:
    https://www.thomann.de/de/focusrite_scarlett_2i2_3rd_gen.htm

    gibt inzwischen auch eine vierte Generation von dem Ding.

    Dazu ein Electrovoice RE20 RE-Series
    https://www.thomann.de/de/ev_re20_microphone.htm


    auf der Fellinnenseite, nehme ich aber auch gerne mal als alleiniges Mikro auf der anderen Seite.
    Und dazu mein Bühnenmikro Shure beta 98 h/c auf der anderen Seite.

    Geht dann beides über den Scarlett rein.

    Nachteil: Wenn ich beim Scarlett Phantompower fürs Shure anmache, habe ich ein leichtes Brummen, ich vermute, weil das EV mit dem 48 V nicht viel anfangen kann. Wenn eine externe Quelle für Phantompower hernehme (in dem Fall mein kleines Bühnenmischpult, steht auf dem Boden im ersten Bild) ist alles gut.


    Geht dann direkt via Scarlett ins MacBook M1 pro und zu logic.


    Grüße

    Der Rolf


  • Hallo Rolf,

    Danke für die ausführliche Antwort. ☘️


    Ein Mac scheint wohl das Gerät für Tonaufnahmen und -bearbeitung zu sein.

    Hab schon mit ein paar Leuten gesprochen und erst einmal Windows gehört (und bisher nie Linux)


    Hmm.. muss ich doch mal tiefer einsteigen.

    Gibt es eigentlich irgendwo hier ein Thema mit den Homestudios? Wäre interessant für Anfänger wie mich.


    Viele Grüße

    Thomas

  • Hi, die meisten digitalen Audio-Programme (DAWs) gibt es sowohl für PC als auch für Mac. Einige aber auch nur für eine Plattform, z.B. Garage Band und Logic für den Mac. Obwohl es auch Software für Linux gibt, spielt dieses OS in der Musikproduktion keine nennenswerte Rolle.


    Was man verwendet, ist - wie auch bei anderen Anwendungen - eine Frage der persönlichen Vorlieben. Der Mac hat traditionell viele Fans im Kreativbereich und daher auch ein starkes Standbein in der Musikproduktion, nicht zuletzt, weil Pro Tools (m.E. unverdient) immer noch ein Quasi-Standard in der Industrie ist und lange nur auf dem Mac lief. Klanglich unterscheiden sich moderne DAWs, egal ob auf dem Mac oder dem PC, aber eigentlich nicht voneinander. Da geht es um Bedienung und Workflow.


    Der Mac hat den Vorteil, dass er für moderne USB-Geräte wie Audio-Interfaces, Controller oder Keyboards keinerlei Treiber benötigt. Diese funktionieren wirklich plug&play. Außerdem können mehrere Audio-Interfaces gleichzeitig verwendet werden. Und als kostenlose DAW ist Garage Band m.E. unschlagbar.


    Der PC hatte eigentlich immer den Vorteil, dass es für weniger Geld deutlich mehr Rechenleistung gab. Das hat sich mit der neuen M4-Generation bei Apple allerdings verändert. Ein Mac mini M4 bietet selbst für viele Spuren und Software-Instrumente bei professionellen Produktionen jede Menge Power ganz ohne störende Lüftergeräusche und kostet gerade mal knapp über 600 Euro.


    Bei einem fertig produzierten Song wird aber niemand hören können, ob er auf PC oder Mac, mit Logic, Ableton Live, LUNA, Cubase, Reaper oder Pro Tools aufgenommen und gemischt worden ist.


    VG

    Krishan