Beiträge von Andrakar

    Ergänzende Anmerkung:


    "Artikelzustand neu".

    Bei einer Trommel, die seit Jahren nicht mehr gebaut wird, kann das nur bedeuten: unbenutzt oder wenig benutzt und daher vom Verkäufer als neuwertig oder wie neu angesehen.


    Ich habe schon mehrere solcher Trommeln, unlängst auch vom selben Anbieter, in Händen gehabt.

    Da waren die Felle vom langen Lagern, selbst in Tasche oder Karton, doch meist recht spröde und hatten Schmutz aufgenommen.

    Da war schon etwas Aufwand, Arbeit und Geduld erforderlich, sie wieder richtig zum klingen zu bringen.

    Ich arbeite da mit Hautcreme, manchmal "Skin-Reset" und viel trommeln.

    Und dann geht es nach einiger Zeit auch wieder. Und man hat evtl. wirklich ein echtes Schnäppchen gemacht.


    Greetz

    Andreas

    Moin.


    Vordergründig kein schlechter Tipp.


    Mit dem Fiberskyn3-Fell hatte Christian auch schon gute Ergebnisse erzielt, auch wenn Skyntone noch einen Ticken näher am Naturfell ist.


    Ich hab die zufällig vor wenigen Wochen auch mal beim Drumming Holiday ausprobiert. Klingt gar nicht so übel, muss als Kunstfell auch nicht stimmbar sein.


    ABER: die wurde als normale Rahmentrommel gespielt, nicht als Bodhran. Die hat 56(!) cm Durchmesser bei nur 4 cm Rahmentiefe.

    Und ist nach Glen Velez benannt, einem Percussionisten, der meines Wissens auch nur klassisch Rahmentrommel aber nicht Bodhran spielt.

    Die Bezeichnung Bodhran finde ich da sehr irreführend.

    Außer man ist der Ansicht, jede Rahmentrommel kann man auch mit nem Beater wie ne Bodhran spielen.


    Daher... ernsthaft?

    Moin.


    Das war auf jeden Fall toll.

    Organisation, Essen, Location, Preis-Leistung, alles top.

    Wobei man beim Essen und generell schon offen sein sollte für andere Kulturen.

    Überwiegend orientalisch, gerade die Keule und der Fisch... Yummy!

    Auch die Anzahl unterschiedlicher Trommeln, Daf, Tombak, Tambourello und mehr, und die zu hören, plus die Möglichkeit die und den Unterricht dazu auch auszuprobieren, erweitern einfach auch den Horizont.


    Bodhran war eher die kleinste Gruppe, und auch nicht unbedingt die fortgeschrittenste, da wird man auch etwas bescheiden, oder positiver ausgedrückt, sehr respektvoll gegenüber anderen Trommlern und deren Instrumente.


    Gleichzeitig sorgte dieses Umfeld auch dafür, dass auf der Bodhran auch anderer Kulturen Rhythmen deutlicher angesagt waren als die irischen. Eine echte Bereicherung.


    Also rundum empfehlenswert.


    Mit einer Einschränkung:

    Das Niveau ist recht hoch.

    Auch die "Anfänger" hatten Erfahrungen auf anderen Trommeln und Instrumenten, und waren sehr schnell "drin". Und das allgemeine Motto war eher "fordernd".

    Daher kann ich absoluten Anfängern, die keinerlei musikalische Vorkenntnisse, insbesondere keine auf anderen RhytmusInstrumenten und Trommeln haben, nicht guten Gewissens zuraten.


    Last not least:

    Es heißt DrummingHoliday, und die malerische Berglandschaft, der unterrichtsfreie Tag in der Mitte, die direkte Lage am See, laden zu mehr ein als nur Trommeln.


    Da inzwischen ja das Ganze (wieder einmal) boomt - viele, auch diese Veranstaltung waren/sind ja ausverkauft - sollte es da auch keinen Konkurrenzgedanken geben.


    Auch Vergleiche erübrigen sich. Es ist "anders", und somit Ergänzung aber kein "Ersatz".


    Greetz

    Andreas

    Ich fange jetzt nicht an, all mein Wissen aus Erfahrung und Gesprächen extern zu belegen, als wäre das hier ein Akademiker-Treffen, bei dem nur belastbare belegte Studien zitiert werden dürfen.


    Und im Zweifel kann heute jeder Googeln und hält Wikipedia ohnehin für der Weisheiten letzter Schluss.


    Aber ausnahmsweise dieses eine Mal für Dich:


    Sticking


    Man beachte insb. Absatz 2, und auch das erste Bild: schöne Sticks, oder?


    Generell glaube ich, dass allein schon in diesem Artikel wieder einiges drinsteht, was man auch dem Bodhranspieler zumindest sinngemäß so ans Herz legen kann.


    Gruß

    Andreas

    Hallo Thomas.


    Interessante 2. Gurtführung.

    Ist die besonders bequem oder stabil?

    Ich mach das wie bei ner Gitarre, was natürlich dazu führt, dass der Gurt vorne am Bauch entlang geht, weil die Trommel ja nur an der linken Körperseite ist. Stört mich aber nicht, auch wenn man ab und an etwas nachkorrigieren muss.

    Ich hab auch mal wen gesehen, der den Gurt dann noch rechts unter den Hosengürtel gezogen hat, damit er ja nicht stört.


    Greetz

    Andreas

    Brauchste jetzt nicht zu persönlich nehmen, ich mach ja auch genug unpassende Kommentare.


    Aber manchmal nervt es, wenn auf die Ursprungsfrage kein Mensch wirklich antwortet.


    Der Thread ist voll von Antworten über Sinn des im Stehen spielens, Show versus reine Musik, Alternativen wie Fuß aufsetzen, etc, etc., aber die Frage war:


    Gurt ohne Bohren.

    Und ich habe mir ausnahmsweise mal erlaubt, exakt das zu beantworten.


    Nichts für ungut.

    Moin.


    Ich glaube *Handsatz* entspricht dem, was der Drummer *Sticking* nennt.

    Also Handsatz: linke, rechte Hand.

    Sticking: linker, rechter Stick.

    Analog Bodhran: up oder down.


    Schlagzeuger nutzen übrigens durchaus auch Noten.

    Die Platzierung entspricht dann den Trommeln: unten Bass, oben Becken, darunter HiHat, Snare, und dazwischen die verschieden Toms. Bzw. was man sonst noch so hat.

    Lance, Du könntest Deine 5 Basistöne also auch "normal not-ieren".

    Das Sticking wird nicht vorgegeben, sondern muss der Drummer individuell nach Ökonomie, Können, Vorlieben wählen.


    Das könnte man auch mit der Bodhran tun, aber folgendes wirkt dem entgegen:


    Viele Bodhranspieler haben wenig mit Noten am Hut. Die Gründe lasse ich mal außen vor.


    Viele Lehrer ( und Schüler) wollen Schlagmuster inklusive Sticking vorge(ge) ben (bekommen).


    Dazu noch Betonung und linke Hand.


    Das führt zu so komplexen Notationen wie mehr und weniger dicken Pfeilen nach unten und oben, R für Rimshot, T für Triplet/Triole, grün für Ballen rein, rot für Ballen raus, etc. pp...


    Das hat schon was von Partitur für 1 Instrument. Und das für eine Rahmentrommel!


    Manche hassen das, manche lieben das; ich finde es zumindest faszinierend.

    Ich kann lesen, was der Andere ziemlich genau meint.

    Dann kann ich mich ja immer noch entscheiden, ob ich das so oder anders mache. Oder überhaupt kann.


    And YES - Instrokes/Taps/DoubleDowns rulez!

    Betonte knackige Ups und DoubleUps aber auch.


    Und danke für die erneut interessante Diskussion!


    Und als kleine Ergänzungsprovokation:

    Hab auch gerade ne kleine RWE daheim. Lambeg ist ja schon wirklich nett, aber Kentville Kangaroo is the new Louden Lambeg... (Tommy rest in peace!)

    8o

    Äh, Höppy,


    darum ging es hier aber nicht.


    Ich kann auch einigermaßen im Stehen spielen, auch ohne Gurt.

    Wenn man also "gelegentlich" als mal zwischendurch ein oder zwei Stücke oder Tunesets ansieht.


    Bei "gelegentlich" denke ich eher an gelegentliche ganze Auftritte, die längeres Stehen erfordern. Oder sogar Gehen.

    Hatte so etwas unlängst bei einem Markt-Auftritt. Da sind wir alle ein wenig "stehgeigermäßig" zu verschiedenen Plätzen gewechselt. Das wäre ohne Gurt nicht ohne Verrenkungen und Gefahren gegangen.

    Und mich in nem Rollstuhl schieben zu lassen hätte ich irgendwie unangemessen gefunden.


    Und dann gibt es ja auch noch Gemüter, die sich gerne an der Bühnenshow / Performance aktiv beteiligen wollen.

    Ich denke da auch an die ersten (Synthesizer-) Keyboards mit Gurt, als die in den 80ern von Gewicht und Technik tragbarer wurden.


    Wer vom Naturell oder Band-Verständnis oder Auftrittsumgebung lieber sitzt und jenseits der Musikerzeugung eher ruhiger ist, der braucht das eh nicht.


    Aber hier ging es um Lösungen, für die, die sich entsprechend entschieden haben.

    Und die Lösung mit Saugnäpfen und Gitarrengurt hat funktioniert und ist extrem preisgünstig.

    Und man braucht halt nicht bohren.


    Ich könnte mir - gerade bei konkaven Rahmen - auch gut eine Art "Spanngurt" um die ganze Bodhran herum vorstellen, an dem wiederum die Pins für den eigentlichen (Gitarren-) Gurt befestigt sind.

    Aber bislang mag ich die Saugnapf-Lösung.


    Greetz

    Andreas

    Höppy,


    das ist immer eine Frage der Perspektive - oder der Vorlieben.

    35 x 13 ist schon eine tendenziell kleinere Trommel, und die werden tendenziell eher von Kleineren gespielt.

    Ausnahmen machen die Regel.


    Aus meiner Perspektive:

    Micha = eher klein

    Höppy = nicht ganz so klein

    Rolf = 'n Ticken größer

    Gyde = durchaus etwas größer


    Anmerkung: Die Spielerin "meiner" Golden Maple ist 1,82 m groß.

    Also aus meiner Perspektive auch "nicht ganz so klein".


    8o

    Moin.


    https://rover.ebay.com/rover/0…Fulk%2Fitm%2F133100513466


    Absolute Empfehlung.

    Ich selbst habe im Haushalt die 15 von 15.

    Jetzt ist die 1 von 15 in der Bucht (Insider wissen, wem die gehört; ich hab die im Winter auch angespielt).


    Für mich eines der besten Preis-Leistungs-Verhältnisse ever.


    Schichtholz- statt Coreline-üblich Sperrholzlamellen, wunderschönes goldenes Riegelahornfurnier außen, Känguru-Fell (klanglich ebenfalls wunderschön zwischen Lambeg und Dragonskin spicy).


    Mit 35cm etwas klein (aber nicht im Sound) , aber ideal für unterwegs (oder kleinere Spieler).


    :thumbup:

    Ich wollte mich schon immer mal selber zitieren:

    Zitat

    ( @kiptho : Thomas, das ist die Zusammenarbeit von Christian - Waltons nicht Meinl - als er die eigene LightLine eingestellt hatte, um sich auf mittleres und hohes Segment zu fokussieren.)

    8o

    Es gibt haufenweise (Schlagzeug-Tom-) Felle zum separat kaufen.


    Brauchste nur ne spezielle Bodhran für, in die Du die einspannen kannst.

    Z. B. Rebellion von besagtem Hedwitschak.

    Allerdings 500-Euro-Klasse.


    Oder spezielle Kunstfelle für die sog. ChangeHED, ein spezielles Wechselsystem von ebenfalls besagtem Hedwitschak.

    Gibt es auch schon für dessen Coreline. Aber halt auch schon 300plus-Euro-Klasse.


    Oder Du findest wen, der Dir ein Schlagzeugfell auf einen TambourinRahmen tackert.

    ;-)

    Moin.


    Wie schon alle Vorredner sagten:

    In der Preisklasse gibt es nichts auch nur halbwegs Gutes.


    Minimum wäre aus meiner Sicht die Waltons T-Series mit den SterngriffStimmschrauben in den runden Löchern im Rahmen.

    ( kiptho : Thomas, das ist die Zusammenarbeit von Christian - Walton, nicht Meindl - als er die eigene LightLine eingestellt hatte, um sich auf mittleres und hohes Segment zu fokussieren.)

    Aber selbst die ist mit rund 140 Euro ja schon über Deinem Budget.


    Für 100 wäre irgendwie stimmbar, auch per Inbusschlüssel, "muss", und getaped, damit sie nicht völlig blechern klingt.


    Alle anderen Aspekte sind in dem Segment doch nicht ernsthaft diskutabel.


    Insofern hast Du hier jetzt reichlich Feedback und Unterstützung bekommen.


    Na klar, kannst Du auch auf jeder Rahmentrommel und jedem Tambourin mit nem BodhranBeater herumklöppeln.

    Aber das ist hier nicht wirklich das Forum dafür.


    Sonst bestell Dir zum Geburtstag ein paar Pizzen und trommel auf den Pappkartons.

    ;-)

    Nichts für Ungut


    von Andreas zu Andreas

    Höppy

    Guter Tipp!


    Alf

    Glückwunsch! Super Schnäppchen!


    OJey

    Puh - des einen Glück des anderen Leid: Da bleibt nach Abzug BuchtProvision nicht viel übrig.

    Da sieht man, was man ohne Mindestpreis bekommt...


    Rolf Wagels

    Soweit zum Thema Angebot, Nachfrage und Preise für Gebrauchte...


    Greetz

    Andreas

    (Der über seinen Verkauspreis seiner Ur-RWE dann doch halbwegs zufrieden ist.)

    Jepp.


    Und geht in eine Stadt, zu der ich viele Verbindungen habe: Wien.

    Zu jemandem, der auch CDs und YouTube Videos veröffentlicht (ich aus Datenschutzgründen hier aber nicht ungefragt nenne). Ist auch primär kein Bodhranspieler; vielleicht überlässt er das seinem Percussionisten.


    Ich hatte bei einer so speziellen Trommel nicht unbedingt damit gerechnet, dass sie über die Bucht reist, sondern bei einem Treffen ihren Liebhaber findet, aber nun halt so.


    Ich werde sie vermissen, denn sie ist wirklich toll, aber andererseits nutze ich meist die AustrHEDian, indoors mit Ru, outdoors mit Remo, und bin mit der Siepmann und der Prauß bestens ergänzt.


    Damit ist hier nach langer Zeit ZU.


    Greetz

    Andreas

    Na, da ich nichts wirklich weiterführendes zum Thema hier gesehen habe, aber immer wieder mal lese, dass sich Jemand Gitarrengurt-Pins in die Bodhran schraubt:


    Manche Gitarristen verwenden einfach ganz normale Saugnäpfe mit "Kopf", z. B. mit 6cm Durchmesser.

    Die Köpfe passen nämlich in die Gitarrengurt-Löcher.

    Und besonders sicher halten sie in Gurten mit Sicherungssystemen wie z. B. Sure-Lock.

    Saugnäpfe und Sure-Lock-Gurt im zum Bodhran-Textilband passenden Textil zusammen 20 Euro.


    Halten die Saugnäpfe das Gewicht der Bodhran?

    Wie bei der Gitarre und allen Saugnapf-Befestigungen gilt:


    Saubere Oberfläche.

    Möglichst glatte Oberfläche.

    Matte oder offenporig lackierte Rahmen sind also riskanter.

    Oder man verwendet für die Saugnapfstellen aufgeklebte Folie.

    Z. B. die unsichtbare, leicht wieder abziehbare Spezialfolie für Gitarren, mit denen man (Fingernagel-) Kratzer um das Schallloch herum vermeidet.


    Ich würde die "nur" mit Saugnäpfen am Gurt befestigte Bodhran jetzt nicht wild durch die Gegend schlenkern, aber als Unterstützung für gelegentliche Steh-Auftritte eine Alternative zum Anbohren.


    Greetz

    Andreas

    Lieber Lance,


    ja, schöne Diskussion, und ich denke über einiges was Du geschrieben hast, nach und werd mal was ausprobieren.


    Videos: Klasse...

    ...aber Du denkst schon daran, dass es ein weiter Spagat zwischen Deinem angefragten "was ist für Anfänger warum besser" und einem einstudierten Teacher's Recital Show off beim Creacann ist, gelle?


    Daher Nachtrag zu Aimee, immerhin 2010 Weltmeisterin:

    (Sie saß mit Fellhand zum Publikum, und ich in der ersten Reihe direkt vor ihr.)


    Sie hat gestern das komplette Konzert ausnahmlos die Hand oberhalb der Mitte gehabt.

    Tonhöhe fast ausschließlich durch Ballendrücken, dämpfen durch spreizen und anlegen der Finger in derselben Position.

    Bis auf die Plops alles unterhalb der Fellhand gespielt.

    Für die Bässe die Fellhand ganz nach oben, oft offen gespielt, die Trommel sogar oft sichtbar angehoben.


    Darauf angesprochen, sagte sie, das sei der Ergonomie geschuldet, die Trommel habe einen recht tiefen Rahmen und kleinen Durchmesser (sah nach MONS aus) , ihr täten momentan anders Arm und Schultern weh, und sie erwäge eine flachere evtl. im Durchmesser größere.


    Ich hole meine mitgebrachte 40x14 zum signieren raus, sie probiert sie gleich aus, und spielt auf einmal mit beiden Händen über die gesamte Fläche...


    Pizza klingt gut; Du zeigst mir dann auf den Kartons das tonal präzise spielen.


    Gruetzi in die Schwiez!

    Das würde ich ja gerne mal von Dir hören.

    5 Töne, dann von oben nach unten, von der kleinsten zur größten Tom jeweils 3 Schläge und zum Schluss nen BassKick, ist ja auch ein typischer SchlagzeugRoll, den man auf der Bodhran schön -"simulieren" kann, in dem man entsprechend mit beiden Händen von oben nach unten geht. Mache ich auch oft und gerne als Fill.

    Klingt alles ziemlich nach "Bodhrumming" (und wie Du sagst "follow the Tune"; mag ich sehr!

    Wenn Du das mit so einer wie beschrieben eingeübten Präzision hinbekommst - Hut ab!


    Ganz lieben Gruß vom -"Pizzamann" Andreas!

    Lieber Lance,


    zunächst einmal sind in einem Meinugsaustausch abweichende Meinungsäußerungen nie bös gemeint. Ich weiß, ich klinge manchmal alles andere als "charmant".


    Ich bleibe allerdings dabei, dass mir einige Deiner Gedanken zu "normativ" im Sinne eines Nachjagens nach einem Ideal, das es für mich bei diesem Instrument so nicht gibt, klingen. "Rein", "präzise", "Klangideal'," Vorbild'...


    Ich greife mir von Deinen vielen Ansätzen mal den mit dem "Stimmen", und das auch noch auf einen Ton, und dem anschließenden Merken von Tönen und Stimmleitern spielen, heraus:

    Ich bezweifle, dass ein Naturfell diese Stimmung lange hält. Handschweiß, Reibungswärme, Temparatur, Luftfeuchtigkeit... die Biester reagieren schneller als jedes Saiteninstrument, gerade auf die Fellhand. Da hilft auch kein ständiges Nachstimmen. Präzise Töne...?


    Auch wenn das Basslinienspielen auf der Bodhran manchmal nett ist, kann man sie kaum als WannaBeBassGuitar ge- oder missbrauchen.


    Ich habe die Praxis(!) des sogenannten Stimmens der Bodhran immer als Wahl der Grundspannung des Fells verstanden, erlebt und praktiziert.

    Will ich es möglichst bassig, dann so weit "herunter stimmen", dass das Fell gerade nicht labberig wird. Das mag bei jedem Fell ein anderer 'Ton" sein; das Stimmgerät ist schon vor Jahren aus der Bodhrantasche geflogen (und ich sehe auch nie welche, oder Smartphones mit StimmApp bei Spielern im Einsatz).

    Jedes "mehr anziehen" kostet Basstiefe.

    Andere "stimmen höher", aber nicht primär für einen höheren Ton, sondern weil alle höheren Töne dann mit weniger Drűcken erzeugt werden können, und weil die höhere Grundspannung bei wenig Druck einen höheren Rebounce erzielt, was schnelleres Spiel erleichtert, trockenere Plops vereinfacht, usw..


    Mit den "Stimm"schrauben eine tiefere oder höhere Grundspannung "einstellen", das Fell gleichmäßig oder mit unterschiedlich gespannten Bereichen zu versehen, das Fell bei Temparatur- und Feuchtigkeitschwankungen "nachzuregulieren", bei unterschiedlichen Stücken mit mehr oder weniger Rebound und mit niedriger oder höherer Stimmlage zu spielen, sind für mich das, was die Stimmsysteme ermöglichen.

    Und natürlich merke auch ich mir dann, wo ich anschlagen und wo und wie ich streichen muss, um den jeweiligen gewünschten "Ton" zu erzielen.


    Aber mit einem Stimmgerät die Bodhran auf einen Ton zu "stimmen" und dann Tonleitern wie auf einem Saiteninstrument präzise abzugreifen, und das während des gesamten Spiels - da greif ich mir lieber die Bassgitarre.

    Oder ein Schlagzeug mit unterschiedlich gestimmten Toms.

    Das es auf der Bodhran zu 'simulieren" schon mal Spaß macht, aber nicht wirklich "ersetzt".


    Das als Beispiel für völlig unterschiedliche Verständnisse, Auffassungen, Herangehensweisen und Praktiken nur zu diesem einen Punkt von Dir.

    Ohne Anspruch auf "richtiger" oder "besser".


    Und ähnlich geht es mir mit oberhalb oder unterhalb der Fellhand spielen.

    Die Hand ist unten entspannter, besser durchblutet (das ist bei langen Sessions und Auftritten ein echter Faktor), schmiegt sich mit der Handkante besser an heutige getrichterte Stimmrahmen. Bässe klingen für mich oben besser, weil vielleicht Anschlagwinkel und Kraft besser dosierbar sind.

    Trotzdem spiele ich betonte knackige Ups lieber unterhalb.

    Oder wenn ich sehr viel oben ploppe, schnell die Bässe unterhalb.

    Ich kann gerne beides, aber oberhalb besser, weil ich es einfach öfter mache.


    Soll jetzt jemand "richten" und das eine oder andere zur Norm erklären...


    Heute Abend schau ich mal bewusst hin wie Aimee das bei Cara macht.


    Schönes Wochenende,


    Andreas

    Moin Rolf.


    Mit "oben" war oberhalb der Fellhand gemeint. Im Sinne der Fragestellung des Threads.

    Also Hand eher unten, Anschlag darüber, also weiter "oben".

    Hätte wohl oberhalb schreiben sollen.


    Und ja, ich denke auch, wir sehen das ziemlich gleich.


    Und vermutlich auch, dass YouTube und Videos nicht das primäre Medium zum Erlernen von Instrumenten und gerade feinerer Nuancen sind.

    Dass dort die Feinheiten der Fellhand nicht so im Fokus stehen, sondern das eher old school für persönliches Lehren mit direktem Feedback ist, ist vielleicht ja auch gut so.

    Lieber Lance,


    dass mir das etwas zu verkopft und normativ ist, erwähnte ich bereits anderswo.


    Ich halte etwas davon, Schülern erst die Basics, dann aber zumindest die Möglichkeiten für Varianten zu eröffnen.

    Also z. B. bei der Griffhaltung erst mal double ended / Kerry style, damit auch double ended Triplets machbar sind. Und erst später single ended oder den von mir inzwischen bevorzugten Baby Grip.


    Was das oben oder unten angeht:

    Ich fange mit oben an. (Nachtrag nach Rolfs Bemerkung unten: Also im Sinne von oberhalb der Fellhand anschlagen).

    Eine Fellhand, die zunächst unten ruht, dann mal nach oben klappt, und dann auch streicht und verkürzt, ist bei mir die Basis. Verbunden mit erst einmal Reel. Und zunächst stets über der Fellhand anschlagen.


    Beim Jig dann zunächst auch über der Fellhand, dann aber auch bald mehr ein Rollen der Hand in der unteren Mitte des Fells mit öffnen nach oben (unterer Handballen liegt an und drückt auch mal) für einen Downbeat über der Hand, und dann hochrollen der Hand, so dass der Daumen und Daumenballen anliegen, und dann öffnen nach unten, und einem Upbeat unter der Hand.


    Fazit:

    Zunächst Hand unten, Spiel über der Hand.

    Dann Varianten mit teilweise auch unter der Hand.

    Erst später Varianten mit überwiegend unten.


    Insgesamt wird es dann sehr abhängig von den Pattern und ihren von der Fellhand zurück zu legenden Entfernungen.

    Felldurchmesser ist auch ein Thema. Große Durchmesser ermöglichen mehr Varianten, bei kleineren muss man sich etwas einschränken und drückt mehr als dass man streicht.

    Oder beschränkt sich mehr auf oben. Oder unten(?).


    Und dann muss man seine eigenen Vorlieben und seinen Stil entwickeln.

    Und dafür versucht der Lehrer den Schüler zu befähigen und zu ermuntern.

    Und dann wieder ihn zu fordern, anderes als das Gewohnte zu probieren, und es ggf. in seinen Stil und seine Variationsmöglichkeiten erweiternd einzubauen.


    So brachte mich Stevie vom einst belächelten zum nun bevorzugten Baby Grip.

    So erweiterte Rolf mein Spiel um mehr Hand oben - Anschlag unten.

    Oder dazu einst ungeliebte Jigs zu lieben.

    Guido erzog mir Disziplin an.

    Christian liess mich meine Hardware besser verstehen und adequater zu nutzen.

    Und doch spiele ich wie... ich.


    Greetz

    Andreas

    Moin Alf.


    Wie wohl die meisten hier im Forum, tendiere ich auch zu Hedwitschak und für Anfänger eher Coreline.

    Und auch ich habe schon 7 Hedwitschaks gekauft, und 3 davon bei Rolf.


    Aber wenn Du Dich vorher vor Ort etwas beraten lassen und auch etwas praktisch ausprobieren möchtest: siehe meine Antwort auf Deinen anderen Thread.


    Doro : Nein, Euskirchen wohl immer noch nicht, Kronberg schon. Und zwar right next to Eschborn (mein Autobahn-Exit).;)


    Greetz

    Andreas

    Moin Alf...


    ... und zunächst einmal herzlich willkommen.


    Ich biete zwar offiziell keinen Unterricht an, aber da ich nicht weit weg wohne, können wir gerne mal etwas ausmachen.

    Du wärst nun nicht der Erste, dem ich ein paar Grundzüge beibringe.


    Und da ich Bodhrans dreier unterschiedlicher Hersteller besitze, darunter 3 Hedwitschaks, mit Fellen unterschiedlicher Tiere (Ziege, Hirsch, Känguru) und mindestens 25 zum teil sehr unterschiedliche Tipper aller Arten, kann ich Dir auch etwas "Materialkunde" ganz praktisch und zum Ausprobieren vermitteln, bevor Du Dich "blind" in Unkosten stürzt.

    Ich habe auch schon - siehe Signatur - diverse Bodhrans, die meisten Hedwitschaks gespielt, so dass ich sicher auch einiges zu Rahmen, Stimmen, Fellen, etc. sagen kann.


    Meld Dich am besten einfach per "Konversationen.


    Greetz

    Andreas