Beiträge von Andrakar

    Doro


    Das war so etwas von exakt, was ich mir als Antwort gewünscht habe, dass ich nur sage kann:
    Recht herzlichen Dank, Doro.


    Im Zweifelsfall kauf ich auch mal "Die Katze im Sack", bzw. Ziege. Also im Sack. Nicht Katze in Ziege. Wenn der Preis fair ist, wird man sie über kurz oder lang auch wieder ohne großen Verlust los.


    Und dann können solche Antworten wie Deine schon super-hilfreich sein, weil sie mir signalisieren:
    Dann aber nicht enttäuscht sein, wenn sie Deinen Vorlieben nicht so gerecht wird.

    Moin moin!


    Danke für das Aufgreifen meines Wiederaufnehmens des Threads an beide, und hier noch ein spezielles Eingehen


    ROLF:


    Müssen wir gar nicht so sehr, das Nicht Übereinstimmen meine ich.


    Denn zum einen gebe ich Dir völlig Recht, da habe ich mich eventuell missverständlich ausgedrückt:
    Mein Fuß hilft mir selbst, den Takt zu halten, an die Spieler weitergeben tu ich ihn natürlich nur mit der Trommel.


    Ich gebe Dir auch völlig Recht, dass die initiale Vorgabe des Taktes von einem melodieführenden Instrument kommen kann (weil ich da ja gar nicht von Beginn an einsetze), und ich den Takt dann erst übernehme, wenn ich mit dem trommeln einsetze.


    Insofern sehe ich da noch gar keine Differenzen, sondern eher hilfreiche Erläuterungen Deinerseits.


    Ich bleibe allerdings bei meiner Meinung, dass bei Vorhandensein einer Trommel, diese die Hauptlast für das Einhalten des Taktes trägt, und sich die anderen Spieler idealerweise daran orientieren können sollten, und möglichst nicht umgekehrt. Und dass ein Fußtapping (als biologischer "Metronom-Ersatz") enorm hilfreich sein kann - und bei komplizierteren Rythmen umso mehr - selbst den Takt zu halten.


    Wenn Du mit Deiner Praxiserfahrung sagts, dass sei bei der Bodhran im Irish Folk so nicht, müsse auch nicht so sein, und funktioniere dennoch gut, dann ist das eine willkommene Bereicherung meines Horizonts.


    Vielleicht macht es ja sogar das Besondere im Folk oder in den Sessions aus.


    Der Vergleich mag hinken, aber echte Rockmusik lebt meines Erachtens davon, dass sie mindestens im Gesang so ein kleines Bisschen "daneben liegt". Daher finde ich es immer peinlich, wenn irgendwelche Opernstars auf Hardrock-Cover machen. Das klingt zu perfekt, und damit hinsichtlich der Stimmung daneben.
    Ausnahme die nahezu perfekten weiblichen Sopranstimmen im Symphonic/Gothic Metal, aber jetzt schweife ich endgültig völlig ab...
    ;-)

    Hallöchen!


    da dieser Thread mal 3 Jahre Pause hatte - und dann doch weiter geführt wurde - müsste er jetzt ja, um im Takt (oder im Rythmus) zu bleiben, fortgeführt werden.


    Und da ich ihn spannend und wichtig finde, gebe ich mal meinen Senf dazu, ohne wirklich neues zu sagen.
    Aber nach bisher (hoffentlich) rein informativen oder fragenden Beiträgen, möchte ich das auch mal.


    Hier wird teilweise von Mit-Tappen oder sich mit dem Fuß dem Rythmus hingeben und ähnlichem gesprochen.


    Auch ohne Schlagzeuger zu sein (und auch ohne auch nur ansatzweise zu behaupten das korrekt oder gar vorbildlich selbst zu tun), schließe ich mich svenboy und Guido an:


    Es ist nicht nur hilfreich, sondern fast ein Muss.
    Denn der Schlagzeuger, die Rythmus-Sektion, oder in unserem Fall der Bodhrani gibt doch eigentlich zuführnehmst den Takt VOR.
    Er bietet den anderen die Orientierung, bestimmt das Tempo.
    Und dafür ist ein Fußtappen schon enorm hilfreich.


    Man mag sich ja vom Rythmus der Fiddle mitreißen lassen, aber dieser doch bitte nicht den Takt im Sinne von Vorgeben überlassen.


    Ich persönlich finde gerade das total schwer:
    Selbst seine Pflicht erfüllen, und den Takt wirklich so zu halten, dass ich ihn vorgebe, und nicht dauernd selber rauskomme und mich dann an den Mitspielern orientieren muss. Eigentlich soll das umgekehrt sein.
    Daher haben wir auch den gegenüber den Melodieführenden "musikalisch einfacheren" Part.
    Deswegen traue ich mir auch keinerlei Gimmicks zur Musik zu, bevor ich nicht im einfachen Rythmus den Takt exakt halten kann.
    Die probier ich lieber beim "Begleiten" von Schallplatten; da kann ich niemand anderen außer mich selbst aus dem Takt bringen.
    Der dann aber auch schon von der fertigen Aufnahme vorgegeben ist.


    Wie gesagt: nur meine Meinung. Man kann stets gerne eine andere haben.
    Und wie der Engländer dann so schön sagt:
    We can always agree to disagree.

    Hallo Rolf,


    Du hast jetzt genau meine Frage sozusagen noch einmal verdeutlicht.
    Ich habe dazu eben keine musikalische Erfahrung oder Aufnahmen - weder von mir noch von anderen.
    Und es war jetzt auch keine rhetorische Frage (wie bei meinem Oldfield-Link hinsichtlich des Bodhran-Spielers, wo ich die Antwort schon einigermaßen selber wusste).


    Daher ist es für mich bisher auch lediglich "Gimmick" oder Zufallsprodukt.
    Und damit verbunden genau die von Dir beschriebene Krux.
    Nicht alles, was technisch machbar ist, ist dann musikalisch sinnvoll einsetzbar; da gebe ich Dir mehr als recht.


    Aber es könnte ja sein, dass jemand dazu mehr Erfahrung hat.


    Jemand wie Du hätte ja sagen können (oder tut es noch):
    Ja, alter Hut, schon ausprobiert, mag ich aber nicht.
    Oder: Passt total nicht zur Folk-Musik.
    Oder: Bringt mich spätestens nach dem zweiten Guinness völlig raus.
    Oder: Baut der und der total genial in sein Spiel ein.


    Ich denke nicht, dass das (beides) jetzt igendetwas ist, was außer mir noch niemanden passiert ist. Wenn doch, patentier ich es mir als "Andrakar-Roll" oder so.
    "Oh mein Gott! Spielt da nicht DER Wagels den Andrakar-Roll!?!!
    ;-)


    Lieben Gruß,


    Andreas

    Das schöne (anderes Wort für nervige) an neuen Mitgliedern ist ja, dass sie manchmal alte Themen wieder aufwärmen.


    Daher als Disclaimer:
    Man muss ja nicht darauf antworten. Aber manchmal bringt so ein 2. Aufguss ja auch neue Aspekte.


    Zum folgenden gleich noch ein Disclaimer:
    Ja: Gimmick; ja: erst anderes lernen; aber auch ja: man will hier doch nicht nur Basics diskutieren, sondern auch mal "exotisches"(?).


    Zur Sache:


    Ich benutze (ja: selten, ja, anderes ist wichtiger, und jetzt ist's gut) auch den "Pistolenabzug" beim Up-Triple.


    Dazu die erste Frage:
    In der waagerechten Haltung, in der ich beim Schlag mit dem oberen -in diesem Fall eher hinteren, im Sinne von mir abgewandten- Ende bin,
    ist der Tipper in einer so ausbalancierten Haltung, dass ich jetzt die Unterarmbewegung kurz halten kann und gleich mehrer schnelle Folgen von unten vorne - oben hinten wie ein Wirbel setzen kann.
    Nutzt diese (Gimmick-?) Technik jemand, und das auch noch sinnvoll musikalisch? Oder kommt man da zu leicht aus dem Takt (Oops, zu letzterem gebe ich dann nochmal meinen Senf in anderem Topic)?


    Die zweite Frage ist: Aufwärts-Triple ohne Pistolenabzug:
    Man kann auch die Aufwärtsbewegung einfach umgekehrt zur Abwärtsbewegung (mit Triple) machen ohne den Arm zu verrenken.
    Dann trifft aber das obere Ende des Tippers zuerst aufs Fell, und kurz danch kommt der "normale" Up-Aufschlag mit dem unteren Ende.
    Ist mir einfach so passiert.
    Hat damit jemand Erfahrung?


    Es geht mir nur um Erfahrung und Einsatz in Musik.
    Nicht, wie sinnvoll das für Anfänger ist, und ob das kulturhistorisch politisch korrekt ist.
    ;-)

    Sehr schönes Teil!


    Habe ich auch schon immer mit geliebäugelt, aber diesmal hab ich mir geschworen, erst wieder eine zu kaufen, wenn ich vorher auch eine verkauft habe.


    ((Easter Egg: Special offer: Meine große stimmbare Cutaway-Pakistani (siehe meine Vorstellung) bei Selbstabholung zum halben Neupreis (aber ohne Tasche) für den Anfänger, der deutlich unter 100 Euro bleiben will - dann gebe ich der Siepmann ein neues Heim. ;-)))

    Preis erscheint im Gesamtpaket mit Tasche und Tippern auch grob okay.
    Da es viele Leute wie mich gibt (erst verkaufen, dann neu kaufen), aber insgesamt dann doch keinen so großen Markt für höherwertige Bodhrans, würde ich Dir auch empfehlen, zunächst etwas länger zu offerieren, als sie hektisch unter Wert in der Bucht zu verschleudern.


    Meine eigene RWE wurde sogar über Jahre erfolglos angeboten - jetzt sind Verkäufer und ich dennoch froh.
    Er, dass er sie nicht verramscht hat; ich, dass ich sie zu einem guten (= fair, nicht billig) erworben habe.


    BTT:
    Weiß jemand wie die im Vergleich so klingt?


    Nein, nicht im Sinne von besser/weniger gut als, sondern klanglich so nach dem Motto:
    Bassiger, wärmer, cremiger, knackiger als... oder ungefähr wie...
    z.B ne SOK oder CH XXX.

    Hallo allen Geschichts-Interessierten!


    Ich habe es auf meiner Vorstellungsseite schon erwähnt:
    Ich habe unter anderem eine Bodhran von Andrew Ross aus der 1. Hälfte der 70er-Jahre.


    Andrew Ross hatte noch einen heutzutage recht ungewöhnlichen Arbeits-Lebenslauf:


    In dem Laden, in dem er als junger Angestellter 1911 angefangen hat, als der seinen Standort wechselte, J & R Glen Bagpipe and Drum Makers, in Edinburgh direkt auf der "Royal Mile", hat er es erst dazu gebracht ihn 1940 bis 1954 als Geschäftsführer zu leiten, und anschließend (manche Quellen sagen auch schon 1947) als Inhaber bis 1978 zu übernehmen. 1979 verstarb er.



    Wie man auch auf der Geschäftsbezeichnung im Bild sieht, hat man sich vom ursprünglichen Schreiner, Instrumentenbauer und Instrumenten-Reparatur-Service, zum speziell auf Dudelsäcke ausgerichteten Unternehmen entwickelt, und die Bagpipes von J & R Glen genießen noch heute Weltruf.


    Er war auch großer Sammler, aber leider hat das National Museum of Antiquities of Scotland 1983 "nur" die Bagpipe Collections von der Familie erworben.


    Aber zwischendurch trug man auch das Drum Maker (und vorher auch mal Flute Maker) mit in der Geschäftsbeschreibung, und wer so mit Holz und Ziegenfellen, die ja auch die Grundlagen von Bagpipes sind, umgehen kann, der wird auch beim Trommelbau nicht unbedingt der Verkehrteste sein.(Und man beachte die Trommeln im linken Schaufenster!)



    Hier ein Bild von Andrew Ross, beim Zuschneiden von Ziegenfellen, wenn auch wohl für Bagpipes (aber im Hintergrund scheint mir auch einiges an Trommeln zu sein):



    Über den Mann gibt es unzählige Legenden. Am berüchtigsten sind Stories, dass er bei Auftauchen von Touristen "verschwunden" ist, und dass ihm unbekannte Kaufinteressenten zunächst durch Vorspielen aufzeigen mussten, seiner Kunst würdig zu sein.
    Bis hin zu Ausreden, dass die erforderlichen Hölzer nicht vorrätig seien und endlose Lieferzeiten hätten, obwohl sein Lagerraum voll war von edlen, lang abgelagerten Hölzern (und damals auch noch Elfenbein).


    Hinsichtlich konkreter Bodhrans kenne ich nur den Verweis auf goatbeaters.freeforums.org , dass er die Bodhrans für "The Corries" gebaut hat.


    Hier ein paar "witzige" Links. Gerade aufgrund der Riesen-Bodhran und der völlig anderen Spielweise halte ich sie geradezu für historische Dokumente:




    Ist natürlich alles von mir angelesen und von anderen Sites kopiert, daher möglicherweise nicht völlig in jedem Detail korrekt, aber ich habe halt selbst danach gesucht, um ein wenig mehr über eine meiner Ziegen zu erfahren.
    Der Vorbesitzer hatte sie direkt bei Andrew in Auftrag gegeben.

    WOW - bist Du aber schnell! Schon gefunden!


    Wie auch schon Rolf Wagels auf seiner Homepage erwähnt, war auf der 79er Tour von Oldfield Johnny McDonaugh dabei. Das müsste/könnte er also sein.

    Moin,


    ich bin mir nicht so sicher, ob das wirklich hierhin gehört, aber ich finde immer nicht unerwähnenswert, dass die Bodhran auch in andere Musikstile als streng Irish Folk Einzug gefunden hat, und das auch teilweise relativ früh.


    So hat Multi-Talent Mike Oldfield schon auf seinem 3. Album ("Ommadawn"), etwas später auf dem Mammutwerk "Incantations" (im 4. Teil), in den Mitt-Siebzigern, später erneut (z.B. auf "Amarok"),
    und auch auf seinen berüchtigten kleinen kommerziellen Tunes (z.B. "Portsmouth") auch die Bodhran mit einfließen lassen.


    Weil das hier ein You-Tube-Thread ist, letzterer hier:

    Und vielleicht findet ja wer sie auch hier:


    So sehr ich Irish Folk mag, betone ich doch ganz gern auch mal das nahezu gleichzeitige verstärkete Auftreten der Bodhran in der schottischen oder gar etwas folk-angehauchten Progressive Rock Szene (und Mike Oldfield lebte ja lange Zeit direkt an der walisischen Grenze).


    Viel Spaß denen, die das auch mögen!

    Danke, Falko.


    Hab dann mal schnell den entsprechenden Eintrag im Profil gesetzt.


    Und das Andra ist ne Abkürzung von Andreas, die mal entstanden ist, weil die "typische", Andy/Andi im erweiterten Familienkreis schon besetzt war.


    Vollmerz hätte mich reizen können - auch wegen der Nähe - aber da bin ich schon im Wembley-Stadion.


    YouTube ist schon besser als nur CD - oder ich erinnere mich daran, wie RW hier mal jemanden die Grundsätze rein schriftlich erklären wollte - aber so richtig persönlich sollte es schon auch mal sein.

    Hallo allerseits!


    nach einer Zeit des lediglich Mitlesens, stelle ich mich dann heute doch einmal der geneigten Forums-Öffentlichkeit.


    Am besten mit meinen Ziegen:



    Oben mitte:
    Die klassische Einsteiger-Billigst-Ziege in 45 cm. Geht für derzeit immer noch knapp 40 EUR über die Bucht. Ich hab mit 15,50 nur das bezahlt, was sie wirklich wert ist. Kreuz entfernt, Rand getaped. Primäre Verwendung: Mit großem gedämpften Pauken-Schlägel zur Stimmungmache im (American Football -) Stadion. Und etwas Kerry-Style in den Pausen, was Leute neugierig machen soll.


    Oben links:
    Das "Spitzenmodell" unter den Pakistanis. 40 cm Durchmesser mit Rückgrat leicht schräg auf 1/3. Tief, dunkel, hart, 8 Stimmblöcke, mit Cutaway für den Tonarm und einer (einzigen) massiven Haltestrebe, die aber nicht stört.
    Etwas ungewöhnlich getaped, weil schwarz gerade "aus" war, und irgendwie sind die Farben für Erdungskabel doch auch witzig als Klang-"Erdung". Dazu den oft gesehenen Apple-Aufkleber, weil der Ab-Biss so schön zum Cutaway passt. Und zum "bissigen" Klang. Oder als humorvolle Deutung der Trommel als vorsmartphoneliches Kommunikationsmittel.
    Lässt sich im Hardcase gut transportieren, und soll eher auf Mittelaltermärkten ihre Pflicht denn große Kür tun.


    Oben rechts:
    Pure History. Hergestellt von Andrew Ross, wenige Jahre vor seinem Ableben. Nach über 60 Jahren Erfahrung in ein und demselben Laden in Edinburgh (J & R Glen), der seine Kenntnisse mit Ziegenfellen und Holz, neben seinen Bagpipes von Weltruhm, auch für Trommeln verwendete. Kauziger Kerl; berüchtigt dafür, dass man ihn durch Vorspielen davon überzeugen musste eines seiner Instrumente würdig zu sein.
    Hat z.B. die Bodhrans für "The Corries" gebaut, die sich mit der Komposition der inoffiziellen Nationalhymne von Schottland, "Flower of Scotland", unsterblich gemacht haben. Neben der Nostalgie eine niedliche flache 37,5er Reisetrommel. Die (eine, runde) Querstrebe stört, aber, obwohl nur angeschraubt, wäre es eine Versündigung sie abzunehmen.


    Vorne mitte:
    Eine der ersten RWEs von Christian Hedwitschak.
    40 cm, noch mit Inbusschlüssel zu stimmen, und ohne Lambeg-Fell.
    Daher wurde sie wohl schon seit Jahren vom Vorbesitzer auf verschiedenen Kanälen erfolglos zum Wiederverkauf angeboten.
    Weil sie "für mich" war und ist.
    Ich liebe den bassigen, sanften, cremigen Sound - und kann auf "mehr Attack" und ähnliches gut verzichten.


    Als bisher reiner Autodidakt (You-Tube und Live-Bands anhören und zusehen) hoffe ich kommendes Frühjahr dabei zu sein, wenn Guido Plüschke auch in meiner Stadt einen VHS-Schnupperkurs bietet.


    Lieben Gruß,


    Andrakar
    (abgeleitet aus diversen alten "Kampfnamen, aber den realen so beinhaltend, dass "Andra" als Anrede gern okay ist)