Beiträge von Sir Lancelot

    Ja, da wollte ich mich nicht so dezidiert aus dem Fenster lehnen. Ist wie mit dem Schnürsenkel-Binden, macht jeder anders.

    Hauptsache der Klang wird letztlich nicht unbeabsichtigt totgedrückt, so wie mir das lange Zeit passiert ist, das war mein Anliegen.

    Danke für die erweiterten Ergänzungen.

    (Den Handballen hatte ich aber schon dabei;))


    Viele Grüße,


    Lance

    Hallo


    Alternativ geht es auch ganz ohne Instrument:

    • Beide Hände vor der Brust flach aufeinander legen mit leichter Körperberührung (quasi in Gebetshaltung) und sanft drücken.
    • Daran denken, dass beim Bodhrán-Spiel nicht die ganze Hand das Fell drückt, sondern eher Zeigefinger+ Daumen bzw. der Handballen.
    • Die Zeigefinger so ausrichten, wie man tatsächlich mit der Bodhrán spielt (und zwischendurch zur Entspannung die bequemste Position finden)
    • 1-2 Minuten reichen schon.


    So habe ich meiner Frau versucht zu vermitteln, wie der Ansatz zur Fellhandtechnik zu verstehen ist. Für den Anfänger einen Versuch wert, bis Weihnachten ist ja doch noch was hin....


    Viele Grüße,


    Lance

    Fellhandübung?


    Hallo


    Wem ist das auch so ergangen? Am Anfang hatte ich das Gefühl, nicht so recht für das Bodhránspiel "gebaut" zu sein. Könnte auch sagen: die Bodhrán nicht so recht für meine Anatomie. Meine Fellhand war mit der notwendigen Verrenkung gar nicht so glücklich, und meine Rippen haben es auch nicht gerade toll gefunden, ständig gequetscht zu werden. Die Möglichkeiten der Tonmodulation durch Drücken mit der Fellhand ist auch mal mit einem Kraftaufwand verbunden, wenn man so richtig an die Grenzen geht. Das fühlt sich ziemlich einseitig an. Zumal mit der nicht-dominanten Hand. Irgendwie so, als würde man am Fitnessgerät nur mir der einen Körperhälfte arbeiten. (Bitte, ich spreche da nur für mich).


    Als klavierspielender Schlagzeuger bin ich aber gewöhnt, dass beide Hände gleiche Aufgaben zu erfüllen haben. D.h. jede Hand auch separat üben zu können/müssen. Seitdem ich Bodhrán spiele, fühle ich mich eher wie ein Cellotrommler. Die Anforderungen beider Hände liegen denkbar weit auseinander. Aber gerade das finde ich grandios! Das geht weit über das hinaus, was normalerweise trommeln spieltechnisch bedeutet.


    Und das separate Üben, geht das nicht?

    Kein Problem für die Schlaghand. Das practice pad für die Bodhrán ist längst erfunden für den kleinen Hunger zwischendurch. :)

    Und die Fellhand?


    In letzter Zeit probiere ich folgendes aus:

    Um diesen Fitnessgerät-Einseitigkeits-Belastungs-Unsymmetrisch-Unwohl-Effekt mal auszugleichen, nehme ich zwei Bodhráns (ich habe ne kleine und große RWE) gleichzeitig je links und rechts.

    Nun. Ich kann mich nicht gut hineinversetzen in diejenigen, die noch nie gewechselt haben zwischen linkem und rechten Spiel. Ich habe das von Anfang an immer wieder gemacht. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass es den Effekt wie bei mir haben kann: ein gutes Gefühl, den Druck einmal von beiden Seiten gleichzeitig auszuüben, die Elastizität der Felle zu spüren und auch die Unterschiede der Fellspannung zwischen zwei Instrumenten. Auf diese Art kann man die verschiedenen Positionen der Fellhände :D mal tastend erkunden und kräftig durchzukneten, ohne das Gefühl zu haben, sich vom Stuhl zu drücken.

    Irgendwie wirkt sich das bei mir auch befreiend im Kopf aus. Ein paar Minuten reichen für die ganze Übung.


    Kann sein, dass das für Euch alles Mumpitz ist. Probiert es mal aus, über ein Feedback würde ich mich freuen.


    Viele Grüße,


    Lance


    P.S. Was? Keine zwei Bodhráns? Naja, Weihnachten ist ja nicht mehr so weit......

    Hallo


    Zum Thema: Was wird als "stick" bezeichnet, sind Bodhrán-Tipper auch "sticks"? Und wie heißen andere Schlägel genau?

    Dazu habe ich folgendes gefunden:


    https://en.wikipedia.org/wiki/Percussion_mallet


    Ausgehend vom Oberbegriff "Beaters" wird klar differenziert zwischen (Snare) Drumsticks und Malletts, Tippers, brushes etc.

    Einiges ist auch mir neu: "wand" für einen Triangelschlägel!

    "Wand" ist ja der Zauberstab bei Harry Potter!! Also habe ich heute schon gezaubert....:)


    Hier eine Überraschung:

    Ein deutscher Wikipedia Eintrag für "stick". (Das hätte ich nicht erwartet)

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stick_(Schlagzeug)


    Beide Definitionen entsprechen dem gängigen Fachvokabular, wie ich es kenne.

    Wenn mein Kollege sagt: "Ich brauche ein paar stix", dann will er konkret drumsticks, nicht mal die teuren Edelholzschlägel für die kleine Trommel (=snaredrum), sondern die wirklichen drum(Set)sticks. Mit denen kann man ohne Bedenken Randschläge machen (z.B. rimshots), ohne dass es einen leid tut wegen der Kerben, die dabei entstehen.


    Zu "sticking" komme ich später.


    Viele Grüße,


    Lance

    Lieber Andreas


    Zunächst. In einer fachlichen Diskussion ist es ganz normal, dass man für Positionen, die man einnimmt Argumente anführt. Sonst ist es keine Diskussion, sondern ein Positionenstreit: ich finde, ich finde aber nicht, ich finde aber doch....Wird etwas behauptet, darf man um Argumente bitten, das habe ich getan, denn nur Argumente bringen eine Diskussion vorwärts.

    Ich habe den Eindruck, dass Du Dich angegriffen fühlst, das tut mir leid, das habe ich nie beabsichtigt. Aber ich entschuldige mich nicht für eine ganz normale Diskussionskultur, die ich hier im Forum voraussetze , nur weil ich offenbar immer wieder neuralgische Punkte bei Dir triggere, für die ich nicht verantwortlich bin.


    Ich fange jetzt nicht an, all mein Wissen aus Erfahrung und Gesprächen extern zu belegen, als wäre das hier ein Akademiker-Treffen, bei dem nur belastbare belegte Studien zitiert werden dürfen.

    Schade, ich würde gerne von Deinen Erfahrungen hören.

    Also in der Praxis. Nicht in irgendeinem wissenschaftlichen Beitrag, dessen Autor normative Kraft und Autorität hat.

    Ja, dann erzähl doch mal aus der Praxis. Warum bleibst Du so vage? Zudem. Von "wissenschaftlichen Beiträgen" sind wir weit weit entfernt.

    (Leider?) haben viele Leute in der Drum/Percussion/Bodhran Szene wenig mit Noten, Musiktheorie, etc. zu tun.

    Der Autor bringt das solchen Leuten etwas näher.

    Er hat m. E. nicht vor, das auf Deinem Niveau und musiktheoretisch völlig korrekt zu machen, denn damit würde er seine Zielgruppen weder abholen noch erreichen noch mitnehmen.

    Puh. Wo beginnen? Du sprichst für andere, sprich doch lieber von Dir!

    "Der Autor bringt das solchen Leuten etwas näher" Woher weisst Du das, oder meinst Du doch Dich selber?

    Und wieso unterstellst Du dem Autor, dass er vorhat, nicht musiktheoretisch völlig korrekt sein zu wollen?


    Aber vor allem: Wie fühlt man sich denn als Laie, wenn ein Fachmann absichtlich nicht "musiktheoretisch völlig korrekt" formuliert, weil er....ja was?....einen damit besser erreichen und abholen will?

    Vielleicht nicht ernst genommen? Ist das etwa ein blog à la : "drumset für dummies"?


    Ganz sicher nicht. Dieser blog strotzt nur so vor Begriffen. Da hält niemand hinterm Berg.

    Ist diese Definition von Rhythmus etwa geeignet, Leuten, die es nicht unbedingt "musiktheoretisch korrekt" haben wollen, ein Verständnis von Rhythmus näher zu bringen?


    Zitat

    "Eine Definition von Rhythmus

    Rhythmus ist die zeitliche Strukturierung von Noten auf der Grundlage eines durchgehenden Pulses. Die so entstandene Akzentstruktur ist die Antwort auf die Frage, wann im Bezug auf den Puls gespielt wird, und wann nicht. Doch erst durch die Wiederholung der so entstandenen Akzentstruktur entsteht Rhythmus. Die Vermittlung von Puls und einer klaren Rhythmusstruktur ist die wichtigste Aufgabe des Schlagzeugers."


    Also Rhythmus ist eine "zeitliche Strukturierung von Noten"???? Dann klopft mein Herz nicht im Rhythmus, denn es klopft nicht nach Noten.

    Aber ich glaube, ich habe das schon mal erwähnt. Hier meint er wieder Noten = Ton oder Klang


    Wenn der gute Mann also doch viel von Noten spricht, und dabei sein Publikum nicht musiktheoretisch überfrachten will, wie Du das vermutest, dann sollte er doch wenigstens die basics der Notation berücksichtigen. Oder ist das auch beabsichtigt, um die Leute nicht zu verschrecken?



    Notenwerte-1_Viertel_Achtel-e1518295691358.jpg



    Aus gewisser Perspektive ist dieser Blog dennoch hilfreich. Er vermittelt bestimmten Leuten etwas.

    Etwas, dass Du aus Deiner Perspektive nicht einmal wahrnimmst. Und daher abwertest.


    Jetzt werde ich mal ernst. Ich maße mir nicht an, Deine Perspektive einnehmen zu können. Wie kommst Du darauf, meine fachliche Wahrnehmung beurteilen zu können? Ich muss gar nicht abwerten, das erledigt der Autor ganz allein selber, und das kann auch jeder nachvollziehen, selbst ohne musiktheoretische Bildung, die übrigens hier gar nicht großartig gefordert ist.


    Es geht hier um ganz praktische Dinge: Was ist eine Note? Was ist ein Ton? Wie notiere ich eine Viertelnote? Das ist Handwerkszeug!

    Ein Mechaniker, der einen Schraubenzieher ständig mit einem Schraubenschlüssel verwechselt, sollte nicht als Ausbilder sein Unwissen verbreiten. Das gilt für jeden Handwerksberuf, das gilt auch für Instrumentalpädagogen. Da hilft es auch nicht, wenn er mal schön über das Schrauben redet bzw. schwafelt.


    So, und nun zu "normativ". Ich nehme an, dass Du nichts dagegen hast und es auch nicht als "normativ" empfindest, wenn man einen Schraubenzieher abgrenzt gegenüber einem Schraubenschlüssel. Diese Dinge gibt es in der Musik, diese Dinge gibt es in jeder Kunstrichtung. Ein Gelb ist kein Schwarz. Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch. Das schränkt keine Kreativität ein, das verleidet einem nicht das Malen, das belastet auch nicht den Kopf, das gilt es einfach nur mal zur Kenntnis zu nehmen. Und dann kann man nach wie vor Spaß an der Sache haben.


    Das kommt hier vielleicht nicht rüber, aber ich greife nicht Dich fachlich an! Ich greife hier den Kollegen fachlich an, der in Dir den Eindruck zu erzeugen vermochte, er sei fachlich kompetent. Und der es offenbar erreicht hat, dass Du Überzeugungen aus seinen unsäglichen Verdrehungen vehement vertrittst. Überzeugungen, die ich in meiner musiktheoretischen Verblendung nicht in der Lage bin zu sehen? Über den methodisch/didaktischen Wert der Darstellungen habe ich nicht mal angefangen zu sprechen.

    Aber sicher, es ist nicht alles falsch, was darin steht. Es gibt auch gute Gedanken/Ansätze. Nur. Was nützt das? Die Entgleisungen sind so elementar, dass ein grundsätzliches Misstrauen gegenüber dem Ganzen angeraten ist. Oder vertraust Du der Bauanleitung des Mechanikers noch, wenn er ständig die Werkzeuge falsch benennt?


    Wenn der Rest des Artikels ihn für Dich grundsätzlich nicht zitierfähig macht, zeugt das für mich eher von einer Art Eintrittslevel, den man mindestens erreichen muss, um seine Meinung äußern zu dürfen.

    Ich denke, das habe ich oben geklärt. Aber nochmal. Ich sehe den Eintrittslevel da, wo er in jeder gewöhnlichen Diskussion zu finden ist: im Argument.


    Und nun zu meinem persönlichen Anliegen dabei. Ich bin froh, dass Du diesen blog angegeben hast, denn er liefert mir die Möglichkeit, mich anschaulicher auszudrücken. Mein Anliegen in diesem Forum ist, etwas für die Bodhrán zu tun. Ich liebe dieses Instrument heiß und innig. Ich möchte, dass dieses Instrument die breite Anerkennung zuteil wird, die es verdient hat.


    Was ich sehe ist, dass die Bodhrán trommelbautechnisch unglaublich weit entwickelt ist. Die Spieltechnik ist auch bereits auf einem sehr sehr hohem Niveau. Beides schreitet rasant voran, so wie ich das im netz beobachte. Was ich aber auch beobachte, sind ellenlange Diskussionen im Forum, wo ich Klärungsbedarf sehe, wo ich helfen, anregen und ja, vielleicht auch mal korrigierend Stellung nehmen könnte. Ich bin mir sehr im klaren, dass ich dabei nicht nur Freunde gewinne. Das Risiko nehme ich auf mich, denn ich sehe zur Zeit niemanden, der meine Perspektive einnehmen möchte: Den Blick eines professionellen Schlagzeugers auf dieses Instrument von außen und von innen. Aus dieser Perspektive fallen mir viele Dinge auf, die möchte ich gerne teilen. Was ich aber ganz und gar nicht möchte ist, eine Diskussion zum Schweigen zu bringen, weil niemand mehr Bock hat, meinen Ansprüchen genügen zu müssen.


    Ich habe kein Interesse, "Recht zu haben". Das braucht mein ego nicht. Ich möchte, dass es bodhrán-gerecht ist, und von daher auch fachgerecht. In diesen Dienst möchte ich meinen professionellen Background stellen, in der Hoffnung, dass es nützt, dem Instrument und seinen Spielern.

    Und was den "Sir Lancelot" angeht, so ist der von mir immer ironisch gemeint gewesen. Die Wahl war unglücklich, aber ich bleibe dabei, weil der "Sir Lancelot" zusammenhängt mit der Geschichte, wie ich zur Bodhrán gekommen bin. Das erzähle ich vielleicht mal woanders.


    Viele Grüße,


    Lance

    Hallo Andreas


    Ich danke Dir für die Angabe Deiner Quelle, das ist fair von Dir und ich werde versuchen in meiner Gegendarstellung ebenfalls fair zu bleiben.

    Wenn es um die Klärung von Fachbegriffen geht, dann ist mehr gefragt als eine persönliche Meinung oder ein ungefähres Empfinden. Deine Darstellung kommt so apodiktisch daher, dass meine Frage nach der Quelle notwendig war, um Dich zu verstehen. Ich bin nämlich mit meinen Recherchen und Überlegungen zu einem anderen Ergebnis gekommen. Dazu später.


    Ich habe aus dem link noch einiges mehr gelesen als die erste Seite, auf die Du Dich explizit beziehst. Ich muss sagen, mein Erstaunen darüber ist mit jeder Zeile gewachsen und am Ende war ich sprachlos. So etwas habe ich noch nie zu lesen bekommen.


    Und nun lege ich meine Quellen offen. Ich habe zwar in diesem Forum klargemacht, dass ich kein Drummer (=drumset Spieler) bin, aber ich bin Schlagzeuger in einem Sinfonieorchester mit vielfältigen Aufgaben in Konzert, Oper, Operette und musical. Obwohl man mich tatsächlich als "klassisch" ausgebildeten Schlagzeuger bezeichnen kann, habe ich in meiner Jugend auch einige Jahre drumset Unterricht gehabt, leider ohne jemals in einer band gespielt zu haben. Und eigentlich ist mir das Klavier mindestens genauso nah, von daher verstehe ich mich mehr als Musiker denn als Schlagzeuger.

    Ich bin also kein drumset-Experte, trotzdem stehe ich in engem Kontakt mit dem Instrument. In jedem musical spiele ich Percussion und mein Kollege drumset, seit 25 Jahren. Mein Sohn hat einige Jahre Unterricht gehabt, in denen ich ihn begleitet und teilweise selber unterrichtet habe. Soweit zu der einen meiner Quellen.


    Meinen Beruf hänge ich nicht an die große Glocke, es soll niemanden davon abhalten, meiner Meinung zu widersprechen. Aber es sollte selbstverständlich ein fundierter Austausch sein, besonders wenn es um Fachbegriffe geht. Das bringt mich wieder zu Deiner Quelle, von der ich leider sagen muss, dass sie nicht zitierfähig ist. Im Grunde können die Aussagen darin sogar als Beleg herhalten, warum es so wichtig ist, sich grundlegende Begriffe korrekt anzueignen.



    Ich möchte dies an einer Passage aus dem link konstruktiv mit Anmerkungen zeigen:

    Zitat:


    Der Klassiker: Das Zählen

    Die Grundlagen: Takt und Notenwerte

    Jeder (westliche) Musikunterricht beginnt mit dem Zählen von Musik.

    (Ist hier jeder Instrumentalunterricht gemeint? Ein Trompeter, der spielt und zählt? Aber vor allem: wie zählt man "Musik")


    Die Grundidee ist einfach: Wir zählen die Notenwerte, in welchen wir spielen.

    ("In Notenwerten spielen?" und diese "zählen"???)


    Mithilfe dieser gezählten Notenwerte und der damit verbundenen Notenschrift können wir jede Musik abbilden und verstehen.

    (Erstmal: Notenwerte sind teil der Notenschrift. "Gezählte" Notenwerte bilden Musik ab? Und das macht uns Musik verstehbar? Es fällt auf, dass der Autor die Bezeichnung "Notation" überhaupt nicht kennt und unter "Noten" mal die Notation versteht, aber noch viel häufiger "Töne" oder "Schläge", also klingende Umsetzung von Noten. Das geht fürchterlich durcheinander)


    Dabei sind es vor allem zwei Aspekte, welche es ermöglichen uns in einem Musikstück zu orientieren.

    Der erste Aspekt ist, dass wir in Lage sind Musik in Takten zu organisieren.

    (Wohl so gemeint: "Eine einheitliche Notation ermöglicht uns die Niederschrift von Musik". Ob aber jede Musik in Takte zu fassen ist, kann man ja mal einen Didgeridoo Spieler fragen....)


    Die verschiedenen Taktarten gehen einher mit einem zugrundeliegenden Puls, welcher sich in den meisten Liedern nicht verändert.

    ("Lieder", ist jetzt auch ein Instrumentalstück ein "Lied". Zudem: ein Set aus jigs und reels funktioniert da schon mal nicht, sind ja zwei verschiedene Taktarten, gesungen wird da auch nicht. Spricht da tatsächlich ein Drummer?)


    Mit Hilfe einer Taktart können wir Rhythmen und musikalische Strukturen so aufschreiben, dass wir ihre Form, sprich ihren sich wiederholenden oder abwechselnden Charakter erkennen können.

    (Eine Taktart macht keine rhythmischen Strukturen deutlich, sondern metrische. Den Rhythmus kann man auch so wählen, dass er dem Metrum zuwiderläuft. Z.B. Walzer= Zählzeit 1 betont, Zählzeit 2 und 3 unbetont. Mit einem Rhythmus, der die Zählzeit 2 mit einem Akzent belegt, wird das Metrum des Walzers ausgehebelt)


    Die Grundlage für die meisten Takte bilden Viertel und Achtel Pulse und sie werden durch die untere Zahl eines Taktes dargestellt.

    (Wie, was jetzt? Viertel und Achtel Pulse? Sind das jetzt Zählzeiten oder Noten, sprich rhythmische Figuren? Es ist wohl so gemeint: die meisten Taktarten und nicht "Takte" , und die "bilden" auch nicht, sondern haben Viertel oder Achtel basierte Zählzeiten)


    Die obere Zahl repräsentiert, wie viele Pulsschläge bis zur Wiederholung gespielt werden.

    (Also hier sage ich jetzt nichts mehr zu.....)

    Lieber Andreas. Ich könnte so endlos weitermachen. Der ganze blog wimmelt nur so von fachlichen Entgleisungen und ergeht sich in einem unerträglichen Geschwurbel aus sprachlichen Tiefflügen mit esoterischem touch. Es gleicht einem Sammelsurium von Begriffen, die sinnentstellt zusammengewürfelt werden. Aber es erklärt mir auch, warum in diesem blog, in dem es ausschließlich um das Instrument drumset geht, ein Foto mit lauter tippern prangt. Es hat einfach keinen Sinn.

    Ich hoffe, dass der Autor nicht Dein persönlicher Freund, oder so, ist. Wenn er, wie ich vermute, der Schlagzeuger der band "Der Neue Planet" sein sollte, dann tut es mir leid, denn er käme dann aus meiner Heimatstadt Köln. Aber er hätte wenigstens den Namen der band richtig schreiben sollen.....

    Es ist noch etwas zu erwidern übrig, aber nicht mehr in diesem Beitrag.

    Viele Grüße,

    Lance



    Hallo


    Ich hoffe, die Überleitung ist gelungen. Es kann hier jetzt munter weitergehen.

    Sticking hat sich vom Wortursprung dessen, was man konkret mit den Stöckchen macht, längst "emanzipiert".

    Es mag zwar von den Snare-Rudiments kommen, aber steht längst als Ausdruck für die gesamte Hand-Fuß-Kombination. Egal, ob ich an Händen und Füßen Sticks, Rods, Besen oder Fußpedale habe.

    Oder auch mit der nackten Hand arbeite.

    Auf was stützen sich Deine Behauptungen?


    VG

    Lance

    Hallo

    Hier nun, wie im thread "üben, üben, üben" angekündigt, die Eröffnung eines neuen thread. Die Diskussion um Begriffe rund um die Bodhrán soll hier übernommen werden, um den anderen thread von diesem Thema zu entlasten.

    Zur Überleitung zitiere ich aus dem thread nach Relevanz auszugsweise:


    Da wir ja international bleiben wollen, finde ich sticking immer noch gut, um klar zu stellen, in welche Richtung wie geschlagen wird. Aber Deine Wörter sind natürlich nicht falsch.

    Ich glaube nicht, dass das an der Dominanz des Drumsets liegt, sondern am Englischen. Ich würde zum Beispiel auch noch Stick zu Hotrods oder Besen sagen, da hat sich allerdings Tipper durchgesetzt.

    Hallo


    Die Bodhrán ist in der heutigen Bau- und Spielart ein sehr junges Instrument und nimmt innerhalb der Familie der Schlaginstrumente eine eigene, unverwechselbare Stellung ein. Wie bei jedem Instrument, haben sich um die Bodhrán Begriffe und Bezeichnungen ausgeprägt, die eine Verständigung zwischen Bodhrán-SpielerInnen untereinander und gegen außen erleichtern sollen. Im Falle der Bodhrán sind diese Begriffe z.T. nicht vereinheitlicht oder eindeutig und damit nicht allgemein verständlich bzw. fachspezifisch.



    Dieser Thread soll Platz haben für alle Fragen und Überlegungen zu Fachbegriffen aus den Bereichen:


    • Theorie und Praxis des Bodhránspiels
    • Musiktheorie im allgemeinen und im besonderen bez. der Bodhrán
    • Instrumentenkunde und Instrumentenbau
    • ........


    Dies möge dazu beitragen, das Fachvokabular in diesem Sinne zu klären und zu festigen und der Bodhrán einen gebührenden Platz unter den etablierten Schlaginstrumenten einzuräumen.


    VG


    Lance

    Hallo

    Ein weites Feld. Die Diskussion hat schon längst das Thema dieses Threads verlassen, was ich nicht beabsichtigt habe und auch nicht gut finde. Dazu ist der thread selber schon weit genug gesteckt. Bevor sich die Exkursion weiter verselbstständigt, eröffne ich doch lieber einen eigenen thread dazu. Ich sehe durchaus einen Sinn und Bedarf darin, Begrifflichkeiten, welcher Art auch immer, zu diskutieren und wenn möglich zu klären. Also alles weitere bitte dort.

    Nichts für Ungut (ich weiß, da waren jetzt wieder zwei weniger "charmante" Formulierungen dabei),

    :) So leicht kannst Du mich nicht schocken! Ich mag offene Diskussionen und kann im Zweifelsfall durchaus zurückpieksen. ;)

    Aber jetzt mal ehrlich, waren das wirklich nur zwei "charmante" Formulierungen? Das kam mir viel mehr vor.....:D


    Ich freue mich auf eine Fortsetzung am anderen Ort,


    Viele Grüße,


    Lance

    Hallo


    Ich setze mal die Exkursion in die Welt der Fachbegriffe fort. Dieses Thema hätte einen eigenen thread verdient, aber dieses Fass möchte ich dann doch nicht aufmachen.


    Schlagmuster geht, aber in der internationalen Welt hat sich bislang sticking durchgesetzt, das kann man in D auch noch verwenden, ohne sich die Zunge zu brechen.

    "Sticking" ist ein Begriff aus der Welt des drumset, so wie "stick" (eigentlich drumstick) auch, und das ist international verständlich, richtig. Für das drumset gilt das auch uneingeschränkt, denn drumset wird in der Regel mit "sticks" = Trommelstöcken gespielt. Ob Jazzbesen (brushes) noch als "sticks" bezeichnet werden? Wohl eher nicht.

    Feststeht, drumset wird (normalerweise) nicht mit den Händen gespielt. Darum ist "sticking" als Angabe, welcher Stock wann auftreffen soll, den Tatsachen entsprechend. Ein Blick in eine Anfänger drumset-Schule: Sticking = Schlagkombination zwischen der rechten und linken Hand.


    Drumset und percussion sind zwei Abteilungen. D.h. bei den übrigen Perkussionsinstrumenten kann das aber anders aussehen. Cajon, Congas, Maracas etc. werden nur mit den Händen gespielt. Hier von "sticking" zu sprechen, mag zwar verständlich sein, ist aber befremdlich. Wie das in der tiefsten drumset/percussion Szene sprachlich "gehandhabt" wird, weiß ich nicht. Die drei Kollegen, die ich befragt habe, wussten das auch nicht (studierte Schlagzeuger, haben Drumset-Unterricht gehabt und geben auch Unterricht, und zwar in D, A, und Liechtenstein = dt.sprach. Raum). Sie verwenden generell den Begriff "Handsatz", der passt immer.


    Zurück zur Bodhrán. "Sticking" als Sprachgebrauch aus der drumset-Welt berücksichtigt nicht, dass die Bodhrán auch mit der Hand gespielt wird, und das schon lange und nicht nur experimentell. Hier noch ein schönes Beispiel dazu: https://youtu.be/h_4uoY12QOU


    Dasselbe gilt für "stick". Der Hot-Rod und andere Besen: mit Stahl, Nylon oder Schweineborsten bis hin zur Haarbürste sind mittlerweile so geläufig für das Bodhránspiel, dass "stick" als Bezeichnung nicht passt. Ja, ich gehe soweit, dass auch die anderen Holz-Tipper kaum als "Stock" bezeichnet werden können. Ein drumstick ist 11/2 mal so lang.


    Dass sich "stick" und "sticking" im Sprachgebrauch der Bodhránspieler befindet, liegt allein an der Dominanz des drumsets. Das Vokabular schwappt einfach über, ob es passt oder korrekt ist oder nicht. "Sticks" sind z.T. schon lange genormt (5A, 5B, 7weißnichwas). Das ist aber nicht die Welt der Bodhrán.


    Für mich ist das drumset nicht die Sonne, um die sich alles dreht. Eine Bodhrán ist ein völlig anderes Instrument mit völlig anderen Anforderungen an den Spieler. Oder hat schon mal jemand "Oh, when the Saints go marching in" auf dem drumset intonieren hören?

    Die Bodhrán kommt auch nicht aus der Militärmusik, steht folglich in keinem Zusammenhang mit kleiner und großer Trommel = Grundbausteine des drumsets. Deshalb bin ich auch überhaupt nicht einverstanden, wenn ein Bodhránspiel als Minidrumset assoziiert wird. Klar, Anleihen, die gibts, aber nicht nur beim drumset, da wären z.B. noch die Latin-percussion-Instrumente etc.

    Gleichzeitig wird das "irische" an der Trommel betont, aber wer sagt noch "cipín"?


    Was ich sagen/anregen will: Wir, hier konkret im Forum, in der deutschsprachigen Bodhrán-Szene, haben jedes Recht, deutschsprachige Bezeichnungen zu gebrauchen und zu etablieren, die auch wirklich passen. (Das bezieht sich natürlich nicht auf musiktheoretische Begriffe, wie triplet=Triole).

    Ich für meinen Teil bleibe bei "Tipper", "Schlagmuster", "Handsatz" etc . Alles andere sind "Schlägel", ob für das drumset, die Triangel oder Pauke. Das ist nie falsch in D.


    Das Sticking wird nicht vorgegeben, sondern muss der Drummer individuell nach Ökonomie, Können, Vorlieben wählen.

    Das sticking, welches ich mitbringe, ist nur noch eine Anregung und zeigt, wie ich es mache. Wenn das einer anders macht und es gleich klingt, ist das genauso gut. Das gilt übrigens auch für die Position der Fellhand.

    Was dabei nicht vergessen werden darf, ist, dass ein Handsatz eine charakteristische Artikulation nach sich zieht und damit der Phrasierung dient. Das ist nicht beliebig austauschbar, ohne diesen Charakter zu verändern. Es klingt nicht gleich, ob ich dui dui oder dud udu spiele. Die entscheidende Frage ist, was dient dem Zweck mehr, das gilt auch für die Fellhand ;)

    Auch im Video hat ein Teil 16 Takte AA, dann BB. So wie die meisten Tunes. Ich denke wohl eher tunebasiert. Nicht patternbasiert. In der Kommunikation mit denen, die die Tunes spielen, hilft das. Mit denen, die eher klassisch studiert haben, führt es häufig zu lustigen Diskussionen

    Ok, ich bin da vom Groove ausgegangen, der läuft durch den ganzen tune durch. Die Struktur ist hier nicht das Problem.


    Für mich klar in, nie dd. Macht mein Leben einfacher, auch beim Üben neuer Muster/Stücke etc. dd hat für mich was von Hektik, id ist entspannt. Und ganz ehrlich: Ich habe mir ja gerade auf Inis Oirr wieder 90 Bodhranspieler angehört, um diese in Spielstärkengruppen einzuteilen. Wie viele davon an id/dd Stellen aus dem Rhythmus kommen ist nach wie vor erstaunlich. Erstaunlich ist eher, dass sie das dann beim Vorspielen spielen, obwohl es nicht 100% sitzt. Und je schneller das Stück, umso weniger klappt es, klar.

    Darauf möchte ich gerne in einem eigenen Beitrag eingehen, sonst lande ich wieder über 10 000 Zeichen.


    Viele Grüße,


    Lance

    Hallo


    Oh, Handsatz, das ist ein neues Wort für mich. Ich nehme an, Du meinst die Schlagtechnik? Also beim Jig down up in down up in vs. nur down up?

    Das überrascht mich jetzt. "Handsatz" ist ein Begriff für Schlaginstrumente, die mit zwei Händen (symmetrisch) gespielt werden.

    (Entspricht bei den Tasteninstrumenten dem "Fingersatz": Wann spielt welcher Finger welche Taste.)

    Der Paradiddle z.B. entsteht allein durch einen Handsatz, wie RLRR LRLL.

    Ich habe den Begriff einfach analog verwendet für dudu, weil mir das vertraut ist.


    Unter "Schlagtechnik" verstehe ich hingegen alles, was durch Einsatz des Körpers (inkl. Hilfsmittel wie sticks) der Klangerzeugung dient. Und weil das Wort "Schlag" sich bei Schlaginstrumenten erübrigt, wird eigentlich nur von "Technik" gesprochen. Ausdifferenziert: "Fingertechnik", "Fußtechnik", "Besentechnik"....


    Jetzt. Mir ist schon hie und da aufgefallen, dass gewisse Begriffe in der Bodhránwelt anders verwendet werden als außerhalb (Stichwort triplet). Ich empfinde das als sehr ungünstig, weil es die Kommunikation unter Musikern erschwert.

    "Handsatz" finde ich nun aber auch nicht mehr so passend, also Danke für den Hinweis!


    Ein Lösung wäre für mich hier das Wort "Schlagmuster".


    Das ist also nicht falsch, was Du schreibst, aber es geht sich dann mit den acht Takten nicht aus, die ein Teil des Tunes ausmachen.

    Das verstehe ich nicht. Ich habe vier Takte notiert, die werden wiederholt, macht acht Takte.


    Zum duddud: Ich sehe den ersten der beiden Schläge nach unten ja eher als "in", da er nicht so weit nach unten (bei mir eigentlich gar nicht) durchschwingt. Also dann wäre es dui dui.

    Ein Thema ganz nah am thread. Du hast natürlich recht, es gibt ihn, den "in" -Schlag oder "tap". Wieso unterschlage ich den immer? Das habe ich mich jetzt ernsthaft gefragt.

    Meine persönlichen Gedanken zum "in":

    • Zunächst. Wenn es nicht dud dud ist, sondern eigentlich dui dui, dann gibt es folglich keinen "double down". Es sei denn, man meint zwei komplett durchschwingende downs. Den Begriff müsste man dann konsequent differenzieren. Ich glaube nicht, dass das gelingt.
    • idu idu, diu diu, dui dui?
      Hm, hat außer mir sonst noch jemand Schwierigkeiten, das flüssig zu lesen?
    • Spiele ich überhaupt einen "in"?
      Ja, vor allem im langsamen Tempo. Dann, wenn ich jeden Schlag in einer Einzelaktion waagerecht ausführe (=senkrecht zum Fell) und nicht parabelförmig wie sonst. Und auch bei schneller Folge von "in" Schlägen hintereinander.
      Das erschöpft es aber nicht, schwierig......
    • Wozu ist der "in" eigentlich da?
      Beim "in" trifft der tipper senkrecht auf und hat damit einen maximal erzielbaren rebound (wie bei einer herkömmlichen waagerechten Trommel).
      Das Zurückprallen des tippers ersetzt die Ausholbewegung für den nächsten Schlag. Bei einem folgenden down schwingt der tipper dann durch.

      i d u :
      "In" mit rebound
      down
      up

      Es geht um Bewegungsökonomie: Die ersparte Ausholbewegung für den down (durch den rebound) macht die schnelle Schlagfolge erst möglich.
    • Aber gerade beim schnellen Spiel verliert sich bei mir der "in" Charakter. Der tipper trifft nicht mehr senkrecht, sondern leicht schräg auf. Der rebound muss nicht mehr optimal sein, weil die Bewegung kleiner wird. "in" und "down" nähern sich mehr an, vor allem, wenn man zusätzlich leise spielt. Daraus werden mehr oder minder zwei Abwärtsschläge.
    • Und jetzt zum eigentlichen. Ich komme mental besser damit zurecht, wenn ich beide Schläge im schnellen Tempo als eine zusammengefasste Bewegungsfolge denke und lese, also: dd, wie ein Doppelschlag.
      Ich möchte sogar soweit gehen, dass eine notierte Trennung von "in" und "d" im schnellen Tempo eine hemmende Wirkung haben könnte.
    • Hm, :/, gibt kein "entweder oder", sondern eher ein "sowohl als auch".
      Und vielleicht ist das auch der Grund, warum dieses Schlagmuster so ungemein schwer ist?
    • Fakt bleibt: Für Anfänger muss der "in" dargestellt werden, um ihn überhaupt bewusst zu erlernen und weil er sowieso im langsamen Tempo auftritt.


    Soweit meine Thesen. Aber es interessiert mich, wie das Forum das sieht. Wer empfindet den "in" auch im Tempo noch als separaten Schlag, und wem liegt der "double down" Gedanke näher?


    Du hast zwei RWE? Wow, das ist ja eine mehr als ich habe!

    Eine große, eine kleine. Das ist aber auch alles. Jetzt sag nicht, Du seist so arm, dass Du Dir Deine eigenen Instrumente nicht leisten könntest!:D


    VG

    Lance

    Hallo


    Hier wäre anzumerken, dass je nachdem, wie man den Jig spielt, unterschiedliche Schlagrichtungen vorliegen.

    Meinst Du, unterschiedliche Schlagrichtungen je nach Handsatz?

    Ich habe versucht, den Handsatz vom Video nachzuvollziehen. 1) Weil für mich die daraus ergebende Artikulation überzeugt 2) Weil man dann mit dem Video 1:1 nachspielen/üben kann. Aber natürlich funktionieren auch andere Handsätze. Den double down finde ich halt übenswert, besonders im Zusammenhang mit Basstönen.


    Warum notierst Du das nicht taktweise, also im 6/8?

    Berechtigte Frage. Das tatsächliche Metrum 6/8 wird von mir so nicht abgebildet, darauf habe ich hingewiesen. Der Grund ist: ich persönlich finde es wie gesagt übersichtlicher. Es ist schwer, mit Buchstaben eine Notation zu imitieren.


    Beim 6/8 werden in der Notation üblicherweise drei 8tel Werte durch einen Balken zusammengefasst. Dadurch ergeben sich zwei mal "drei 8tel" Gruppen pro Takt (dud udu) und gezählt wird auf 1, 2 (wie beim Marsch). Das Auge erfasst, wo der Puls liegt (s. foot tapping).

    Ein Aneinanderreihen (dududu) gibt diese Struktur nicht wieder. Es könnte genauso gut so aufgefasst werden: du du du, wie beim 3/4 Walzer.

    Bei einem Handsatz mit double down (duddud) sieht das Auge einen Doppelschlag dd, der aber metrisch eigentlich zu trennen ist (dud dud), weil die zweite Gruppe eine leichte Betonung erhält.


    Hingegen ist bei einer 16tel Gruppe im Reel (dudd) der double down so gut wie gleichwertig und die 4er Struktur mit Handsatz gut lesbar.


    Aber ja, das hätte ich vielleicht besser so darstellen sollen:


    D u d, d u D

    u d u, D u d

    D u d, d u Dh

    u Dm u, Dt u d


    Auf der anderen Seite wollte ich den Groove einmal ohne Absätze zusammenhängend darstellen. Und schließlich kann sich ja jeder noch selber eine persönliche Version daraus basteln.


    Das Ganze fällt mir eher schwer zu notieren. Andy Kruspe hat eine gute Lösung gefunden, beides zu kombinieren, klassische Notation und Handsatz mit Zeichen.


    Viele Grüße,

    Lance


    PS Schöne Trommel

    Ja, ist mir auch gleich aufgefallen, hab ja schließlich selber zwei, auch die Tipper von Stevie. Das nennt man globale Bodhránisierung!^^

    Wiederentdeckt:


    Sehr schönes Video. Beide Hände sind erkenn- und nachvollziehbar.

    Ruhig, souverän, rhythmisch sehr sauber gespielt, und die kleinen breaks sind fein gesetzt. Selten bekommt man das alles so vorbildlich zu sehen und zu hören!


    Soweit ich das rausgehört habe, geht der Handsatz im Hauptrhythmus für den Jig so:


    Obwohl ein Jig eigentlich im 6/8 Takt steht, habe ich den Rhythmus statt auf jeweils 2 auf 4 Zählzeiten gelegt. Das gibt eine bessere Übersicht.

    Beide Gruppen lassen sich gut separat üben/verwenden.


    1. D u d
    2. d u D
    3. u d u
    4. D u d


    1. D u d
    2. d u D
    3. u D u
    4. D u d


    Fett = Akzent

    unterstrichen = Basston

    Fett und unterstrichen = Basston mit Akzent

    h, m, t = Töne, hoch, mittel, tief

    Das Komma trennt nur die Zählzeiten voneinander für einen besseren Überblick



    D u d, d u D, u d u, D u d     D u d, d u Dh, u Dm u, Dt u d


    Der Reel ist einfacher strukturiert:


    1. d u d u
    2. d u D u
    3. d u d u
    4. D u d u



    d u d u, d u D u, d u d u, D u d u


    Dafür sind Varianten (rolls) und breaks, wie z.B. rundowns super platziert!


    Viel Spaß,


    Lance

    Wer es noch nicht kennt:



    Jim Higgins zeigt einen funky Groove step by step. Sehr gut nachzuvollziehen mit splitscreen.


    Meine Empfehlung dazu: Funky Dance Grooves, long versions. Trainiert die Ausdauer.:P

    Üben, üben, üben….


    Dieses Wort zieht sich wie ein Credo durch das Forum.

    Der thread ist als Sammelbecken gedacht für alle Tipps, Informationen, Fragen, Anregungen und Emotionen rund um das Thema „üben“.

    Ich wünsche diesem thread, dass er uns anspornt, inspiriert und auch mal tröstet, wenn es gilt, den Frust zu überwinden und mit Lust zu üben.

    Denn, wie sagt ein altes chinesisches Sprichwort: „Ohne Fleiß keinen Reis“.:)


    Viel Spaß,


    Lance


    P.S.

    Da ja aller Anfang schwer ist, fange ich mal mit einem mittelschweren Pattern an, das vermutlich auch in Lehrbüchern zu finden ist. Ich finde es recht geeignet, z.B. auch mal für ein break.


    Fett= erst mal nur Akzent. Dann auch zusätzlich als offenen Basston


    sonstige= z.B. oberhalb (oder auf) der Fellhand,


    1, 2, 3, 4 sind die Zählzeiten wie im Reel (4/4 Takt) und werden hintereinander gespielt, können aber auch als einzelne 16tel Gruppe in Endlosschleife geübt werden.


    1. d u D u
    2. d U d u
    3. D u d U
    4. d u D u

    d.h.


    /d u D u / d U d u / D u d U / d u D u / (D)


    Wenn das gut läuft, kann man jeden Akzent auf einen anderen Ton verlegen, z.B. von oben nach unten als rundown.


    Wer lieber double downs spielt, kann sich den Rhythmus so arrangieren:


    /: d u D u / d D u d / D u d D / u d D u : / (D)


    Ein rundown ist damit schon richtig schwer, finde ich.


    Enjoy!

    Hallo


    Eigentlich wollte ich den thread nicht weiter mit meinen Beiträgen überfluten, und manches geht auch schon vom eigentlichen Thema ab. Aber weil es gerade so spannend ist, kann ich mich doch nicht bremsen.


    Andreas

    Danke für Deine 1:1 Schilderung vom Spielstil Aimees. Wer Schulter/Arm-Probleme hat (haben wir das nicht alle mal, aus welchem Grund auch immer?), könnte vielleicht daran denken und profitieren.


    ...aber Du denkst schon daran, dass es ein weiter Spagat zwischen Deinem angefragten "was ist für Anfänger warum besser" und einem einstudierten Teacher's Recital Show off beim Creacann ist, gelle?

    Die Frage nach der Homeposition für Anfänger war von mir ein Anschub in eine Denkrichtung im Sinne der Ausgangsfrage, nachdem ich gemerkt hatte, dass die Diskussion sich mehr um die Berechtigung der Fragestellung an sich drehte.

    Außerdem sind die Anfänger von heute die Weltmeister von Morgen.


    Homeposition: Diese ist bei mir am Anfang in der Mitte.

    Du meinst jetzt aber die Anfänger und nicht Deine eigene Homeposition, oder?


    Einen ganz sauberen Ton kann es aus physikalischen Gründen nicht geben, da wir ein Fell ohne Paukenkessel haben und keine Saite.

    Meinst Du damit, dass eine Trommel als Voraussetzung zum Produzieren sauberer Töne zwingend einen Kessel ähnlich der Pauke benötigt? Aber das Video mit Cormac hast Du gesehen? Darin wird ja gerade bewiesen, dass sogar eine ungetapte Bodhrán saubere Töne in direkter Gegenüberstellung zu einem Saiteninstrument produzieren kann! Einen besseren Beweis kann ich mir jetzt nicht vorstellen.


    Trotzdem habe ich heute mein Stimmgerät ausgepackt, das ich noch nie an meine Bodhrán gelassen habe, und mal die Probe aufs Exempel gemacht. Ich habe eigentlich erwartet, dass die Nadel Walzer tanzen würde, aber siehe da, nach ein paar Justierungen stand die Nadel still und gerade auf dem "D". Das "A" darüber habe ich auch noch klar hingekriegt.


    Zusätzlich habe ich noch meine Rototoms aus dem Winterschlaf geholt und getestet. Rotoms haben ein Tomfell und eine zentrale Stimmmechanik und sonst nix, also null Rahmen oder gar Kessel. Die habe ich dann auch mit dem Stimmgerät getestet und erstaunt festgestellt, dass sie aufs Hertz genau stimmbar sind, die Nadel steht wie eine Eins.


    Die Verhältnisse unter den Rahmentrommeln bez. Grundtonerzeugung sind unterschiedlich.

    Wikipedia sagt dazu unter "Membranophon":

    "Je nach Konstruktion des Membranophon entsteht beim Anschlagen ein Klang mit einem deutlich hörbaren Grundton oder auch ein eher diffuses Gemisch verschiedener Frequenzen."


    Dann habe ich mich noch an ein Heft erinnert, das ich seit meinen Anfängen vor über drei Jahren nicht mehr in der Hand hatte:


    Moritz Wulf Lange, Handbuch für Bodhránspieler, 2004

    (Ein komisches Gefühl, das nochmal zu lesen, damals habe ich das meiste kaum verstanden.)


    Darin steht, Zitat:

    "Traditionell wird die Bodhrán nicht auf einen bestimmten Ton gestimmt......"


    "Zwei der ganz wenigen Bodhránspieler, die die verschiedenen Tonhöhen der Bodhrán konsequent und gezielt nutzen, sind Donal Lunny aus Irland und Klaus Gehrmann aus Deutschland. Ein interessanter und wenig beachteter Aspekt ist der Tonumfang der Bodhrán. Bis heute nutzen nur wenige Bodhránspieler gezielt die Möglichkeiten, entsprechend dem Melodieverlauf ganz bestimmte Töne (Z.B. für Basslinien) zu spielen. Klaus Gehrmann hat sich intensiv mit dem Klangspektrum der Bodhrán beschäftigt und dämpft zum Spielen einzelner Töne an ganz bestimmten Punkten des Felles (Abb.10). Er variiert die Tonhöhe über den Umfang von ca. zwei Oktaven über die Töne D, E, G, A, d, e, g und a. Sein Spiel kann man vielleicht am besten mit dem Stichwort melodische Rhythmusmuster beschreiben."

    8|:/ ZWEI Oktaven!!?


    Aber, weiter vorne:

    "Zusammen mit dem Akustiker Thomas Behr hat der Autor einige Messungen am Fell einer Eckermann-Bodhrán (Felltyp: dünn und weich) durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt die Möglichkeiten, einzelne Töne im Umfang von insgesamt zwei Oktaven sauber zu spielen. Im Versuch wurden die besten Ergebnisse erzielt, wenn das Fell statt mit der Hand mit einem runden Klangholz (Clave) aus Palisander abgedämpft wurde."


    (He, das ist doch meine Idee mit dem Klangholz und den besten Tönen!! Muss ich wohl unterbewusst gespeichert haben.)


    "Weil die Frequenzen der verschiedenen Eigenschwingungen eines Tones auf der Bodhrán kein harmonisches Verhältnis zueinander aufweisen, ist eine saubere Intonation schwierig zu erreichen"

    Vielleicht hast Du das so gemeint, Rolf.


    Aber:

    "Dennoch ließen sich z.B. Grundton, Quarte, Quinte und Oktave mit einer Abweichung von nur wenigen Cent (ein Halbton entspricht 100 Cent) spielen."


    Also den Herrn Gehrmann würde ich gerne mal hören!


    Für mich persönlich wird ein "sauberer" Ton dahingehend definiert, dass ich ihn erkennen und nachsingen kann. Wenn dies der Fall ist, dann reicht das allemal, um ihn gezielt einsetzen zu können. Schließlich sind tiefe, gezupfte Kontrabassstöne auch nicht so einfach zu identifizieren und trotzdem fundamental wahrnehmbar. Im Duo mit meinem box-Mitspieler habe ich die Aussage schon gehört, die Bodhrán klänge wie ein Kontrabass. (Aber nur auf dem Basston!)


    Zum Schluss noch eine Bemerkung zu den Begriffen "Klang" und "Ton". Ein Ton ist in seiner Tonhöhe definiert. Ein "Klang" kann, muss aber nicht ein "Ton" sein. Wenn wir also von "Tönen" auf der Bodhrán sprechen, dann eigentlich immer auch von Tonhöhen mit Tonnamen, obwohl es meistens nicht so gemeint ist. Das kann man aber nicht trennen, wie ich finde. Der eine hat einen Basston auf Tonhöhe gestimmt, der andere nicht und nennt ihn trotzdem Basston. Das will ich nur erwähnen, weil es für Nichtbodhrani irreführend sein könnte.


    Viele Grüße,

    Lance