Beiträge von Rolf Wagels

    Moin!

    Ich bin aufgrund der Nähe zu Craiceann etwas in Zeitnot, daher nur kurze Antworten...vielleicht :-)

    Du meinst jetzt aber die Anfänger und nicht Deine eigene Homeposition, oder?

    Ich meinte primär die Anfänger, genau. Ich finde es extrem wichtig, denen Orientierung auf dem Fell zu geben, da sonst die Fellhand gerne wirre und auch tonal unnütze Bewegungen macht. Daher versuche ich, da erst mal Struktur reinzubringen.

    Habe ich sowas wie eine Homeposition oder Startposition? Nicht wirklich, ich fange einfach mit dem an, was ich spielen will. Das ist aber, gerade in der Session schon mal gerne die oben beschriebene Homeposition...


    Dann: Ja, das Video habe ich nicht nur gesehen, ich saß ungefähr 3m daneben, als das Video aufgenommen wurde.
    Fakt bleibt aber: Natürlich kann man sich dem annähern, aber man kann die Physik nicht besiegen: Eine Membran ist zweidimensional, produziert damit also eine Menge mehr Obertöne, davon ist ein Teil nicht passend zum Grundton und damit verfälscht es den Ton. Wenn man also Cormacs Ton und den der Geige aufzeichnet und analysiert, sehen die deutlich anders aus.
    Bleibt die Frage, was beim Zuhörer ankommt und wie das wahrgenommen wird. Das ist eine äußerst spannende Frage der Psychoakustik, die hier gerade meinen zeitlichen und Wissensrahmen sprengt. Das ist eigentlich der nächste Schritt nach unseren Versuchen mit der Bodhran an der Uni München, aber das ist leider sehr aufwändig und kostspielig.

    Der Herr Gehrmann war tatsächlich der erste, der mir was auf der Bodhrán gezeigt hat. Der wohnte in den 90ern in Hannover. Jetzt wohnt er in Frankreich und ich weiß nicht, ob er überhaupt noch Bodhran spielt. Er spielt jetzt mehr Dudelsack und Geige und so.
    Klaus ist (oder war?) ein sehr guter Bodhranspieler, dem ich einiges zu verdanken habe.


    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Ich komme gar nicht hinterher.

    Was mir auffiel: Homeposition: Diese ist bei mir am Anfang in der Mitte. Hand in der Mitte, so dass der Zeigefinger ungefähr in der Mitte liegt. Anschlag kurz darüber. Das erlaubt dem Anfänger, ohne Veränderung der Schlagposition, nur durch Verschieben der Fellhand nach unten, schon mal die Hälfte der Trommel auszunutzen. Er kann sich komplett auf seine Fellhand konzentrieren, sobald die Schlaghand einigermaßen sicher läuft. Der Anfänger lernt dabei auch, dass Rhythmus nicht nur von der Schlaghand kommt, sondern verschiedene Pattern entstehen können, ohne auch nur einen Deut an der Schlaghand zu ändern. Je nachdem, wo zu welcher Zählzeit gerade die Fellhand ist.

    Zum Stimmen: Neben der Tonhöhe ist es essentiell, dass das Fell in sich gestimmt ist, so dass es gut schwingen kann. Wenn man es leicht um 12, 3, 6, und 9 Uhr (auf dem Fell! Nicht zur Uhrzeit :-) ) anschlägt, ca 2.cm von Rand entfernt, soll überall der gleiche Ton rauskommen. Das ändert sich gerne mal während des Spielens, gerade wenn man immer an einer Stelle drückt. Dann da die zwei bis drei Schrauben in dem Bereich nachziehen, bis es wieder gleich klingt. Und am nächsten Tag nochmal kontrollieren, ev. müssen die Schrauben wieder zurück.


    Einen ganz sauberen Ton kann es aus physikalischen Gründen nicht geben, da wir ein Fell ohne Paukenkessel haben und keine Saite. Man kann sich aber annähern. Korrekt ist es, nicht genau auf den Ton zu stimmen, denn sobald die Hand dran kommt, ändert es sich eh wieder, einen ganz offenen Ton spiele zumindest ich eher selten.

    Zum Bass ist glaube ich alles gesagt, oben oder unten ist nahezu identisch. Wichtig vielleicht noch als Ergänzung: Es macht einen Riesenunterschied, ob die Handkante der Form der Bodhran folgt, also sich am Stimmrahmen anschmiegt, oder ob sie gerade ist, oder nur die Finger am Fell liegen. Ersteres klingt immer sauberer.

    Grüße

    Der Rolf

    Ich kann ja mal sagen, was man bei mir lernt:

    Ganz am Anfang lernen die blutigen Anfäger: Hand tief, tiefer Ton, Hand hoch, hoher Ton, immer unter der Vorausetzung, dass das Fell über der Hand getroffen wird. Aber dann geht es schon recht schnell damit los, sich intensiver nicht nur mit der Position, sondern auch mit den verschiedenen Fellhandtechniken zu beschäftigen. Bei der Position geht es dann darum, herauszuarbeiten, wann ein Basston unter der Hand gespielt werden kann (wenn es schnell gehen muss) und wann die Hand unten doch sinnvoll sein kann (wenn man modulieren möchte). Dazu dann Hand dran, Finger dran, Handkante mit Druck und Handballen in verschiedenen Positionen.

    Youtube ist da vielleicht nicht repräsentativ, aber die Fellhand bekommt in meinem Unterricht mindestens so viel Aufmerksamkeit wie die Schlaghand. Eher noch mehr.

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Jau, CoreLine. Nicht, weil ich die auch verkaufe, sondern ich verkaufe die, weil es das Beste ist, was dem Einsteiger (und noch lange darüber hinaus) passieren kann. Die Meinungen sprechen ja hier für sich.

    Christian wird Dich eh zu mir schicken, da ich sein CoreLine Lager verwalte, daher kann ich Dich auch hier direkt ansprechen. Wir bieten ein Starter Paket an, in dem alles drin ist, was man so braucht. Siehe hier:
    https://www.bodhran-info.de/de…ans/coreline/starterpaket
    Ich empfehle immer mindestens ein Tipper und ein Hotrod. Das Starterpaket rundet das noch mit einem sehr guten Buch ab und ist somit rund.
    Bei weiteren Fragen kannst Du Dich gerne an mich wenden!

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Ja, spannende Frage. Laut meinen Kunden sind die neuen Trommeln nicht günstig (aber natürlich Ihren Preis wert).

    Also eher eine Frage von Angebot und Nachfrage? Ich bekomme regelmäßig Anfragen wegen gebrauchter Bodhráns...außer in den letzten drei Monaten, in denen ich drei Gebrauchte im Angebot habe (diese hier mal mitgerechnet). Und bei der GOAK wundert es mich echt, da dachte ich, das sei ein Selbstläufer. Als die raus kamen, wurden die mir förmlich aus der Hand gerissen...

    Grüße

    Der Rolf

    36. BodhránWeekend!

    27.-29. September 2019

    im Kuckucksnest Vollmerz Naturpark »Hessischer Spessart«.

    Hier klicken für eine Routenberechnung zum Kuckucksnest Vollmerz


    Im Mittelpunkt stehen Kurse für Anfänger, fortgeschrittene Anfänger und Fortgeschrittene, zusätzlich gibt es folgende Programmpunkte:

    • Konzert mit Four of a Kind, anschließend Session!
    • Tippermaker Stevie Moises wird mit seiner mobilen Drehbank vor Ort sein!
    • Bodhrán Maker Christian Hedwitschak und steht für kostenlose Trommelchecks aller Marken inkl. Stimmen und kleine Reparaturen zur Verfügung
    • Vortrag am Samstag: Lambeg und Bodhrán
    • Traditionelles Whiskeytasting am Freitag Abend

    Der Workshop beginnt Freitag gegen 18:00 Uhr mit dem Eintreffen der Teilnehmer und endet Sonntag nach dem Mittagessen
    (ca. 13:00). Eine Woche vor dem Workshop wird es weitere Informationen per Mail geben!


    Konzert mit Four of a Kind

    Mit Four of a Kind konnten wir eine junge, aufstrebende Band aus den Niederlanden gewinnen. Modern, furios und voller Energie!

    Die drei jungen Talente, aus denen Four of a Kind besteht, sind in der Tradszene der Niederlande und Belgiens keine Unbekannten und spielen regelmäßig bei den verschiedenen Sessions, Ceilis und Festivals in den Niederlanden. Während einer solchen Session trafen sich die Drei zum ersten Mal, danach hat es noch einige Jahre gedauert, bevor sie beschlossen, den nächsten Schritt zu tun und ihre Musik auf die Bühne zu bringen.

    Four of a Kind hat in den letzten Jahren einen unverwechselbaren Klang entwickelt. Ihre Lieder und Melodien sind in komplexen Strukturen arrangiert und voller Energie. Die Auftritte auf Festivals und Gigs im ganzen Land haben es ihnen ermöglicht, einen Bühnenauftritt zu kreieren, der abwechselnd entspannt und energisch ist.

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    Micheal Boere
    Im Alter von 17 Jahren war Michael der jüngste Workshop-Lehrer, der je an der Jahrestagung des niederländischen Uillean Pipers Association teilgenommen hat, was dazu führte, dass er nicht nur zu Hause, sondern auch in Irland als eines der besten aufstrebenden Talente anerkannt wurde. Seitdem hat er seine Fähigkeiten als Spieler, Komponist und Techniker weiterentwickelt und seinen sofort erkennbaren individuellen Klang in die Musik von Four of a Kind eingebracht. Außerdem hat er sehr stylisches Haar.

    Tijn Berends
    Tijn bestreitet entschieden, jemals erklärt zu haben, dass er nur mit anderen Musikern spielt, weil er nicht genügend Arme hat, um alle Instrumente selbst zu spielen. Dennoch machte er es sich zum persönlichen Ziel, auf jedem jemals gebauten Instrument ein Jig zu spielen und bisher ging es ihm damit recht gut. Mit Four of a Kind spielt er Gitarre, Bouzouki und Mundharmonika.

    Suzanne Leeuw
    Suzanne hat erst mit Mitte zwanzig angefangen, Musik zu spielen. Ihre soliden, kraftvollen Rhythmen auf dem Ziegenfell tragen dazu bei, den Antrieb zu schaffen, der die Jigs trägt und das Bandspiel aufwickelt. Sie behauptet, dass die Band ohne ihre Reife und Führung bald in Chaos und Anarchie zusammenbrechen würde - eine grobe Übertreibung, so die Jungs.


    Christian Hedwitschak und Stevie Moises
    Wir sind sehr froh, zwei erfahrene Experten wieder dabei zu haben. Christian Hedwitschak ist der führende Bodhránbauer weltweit und Stevie Moises ist mit seinen Tippern ebenfalls weltweit heiß begehrt. Beide zusammen bei einem Bodhránweekend zu haben und somit deren Expertise allen Teilnehmern kostenlos zur Verfügung zu stellen ist uns eine große Freude. Christian Hedwitschak steht für kostenloser Trommelchecks aller Marken inkl. Stimmen und kleine Reparaturen und Modifikationen zur Verfügung und Stevie Moises ist mit seiner Drehbank vor Ort und kann vor Ort den Tipper Eurer Wahl drehen. Natürlich stehen beide auch für Fragen rund um Bodhráns und Tipper zur Verfügung.

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    Die Kurse
    Die Kurse richten sich an alle Bodhráninteressierten: vom blutigen Anfänger bis zum Fortgeschrittenen, der noch neue Tipps und Spieltechniken mit nach Hause nehmen möchte. Nach einer kurzen Einführung steht die Vermittlung der Technik des Bodhrán-Spiels im Vordergrund, aber es wird auch auf das Zusammenspiel mit anderen Musikern (Session), sowie auf Strukturen und Begleitmuster in der traditionellen irischen Musik eingegangen. Anhand von Musikbeispielen werden die unterschiedlichen Rhythmen der traditionellen irischen Musik vorgestellt und Stile des Bodhrán-Spiels aufgezeigt. Leihbodhrans sind vorhanden.

    Das Rahmenprogramm
    Die BodhranWeekends dienen als bundesweiter Treffpunkt für Bodhranspieler aller Spielstärken und bieten neben qualifiziertem Unterricht auch die Möglichkeit, Bodhrans vieler verschiedener Hersteller und jede Menge Zubehör auszuprobieren und zu erwerben. Es gibt einen Vortrag, Tipperherstellung vor Ort und nach dem Konzert findet sich in der Regel noch eine Session zusammen, bei der man noch gemütlich zusammen Musik machen kann!

    Der Ort
    Das Kuckucksnest liegt am Rande des kleinen Dorfs Vollmerz im Naturpark »Hessischer Spessart«.
    Die bewaldeten Hügel des Spessarts, die Basaltgruppen der Rhön und die sanften Hänge des Vogelsbergs geben diesem Gebiet seinen besonderen Reiz. Trotzdem liegt es mitten in Deutschland - ungefähr 80 km nordöstlich von Frankfurt am Main - und ist mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Der nächste größere Ort ist Schlüchtern (6 km entfernt).

    Die Kosten
    Die Kosten für das BodhranWochenende sind gestaffelt nach Anmeldungszeitpunkt. Frühbucher werden belohnt: Für Frühbucher (bis 15.07.2019) kostet das gesamte Wochenende 230€, Normalbucher (16.07.2019 – 14.08.2019) zahlen 240€ und Spätbucher (ab 15.08.2019) zahlen 250€. Im Preis sind die Übernachtungen mit voller Verpflegung ohne Getränke (reichhaltiges Frühstücksbüffet, Mittagessen, Kaffee & Kuchen und Abendbrot), die Kursgebühren (incl. ev. Leihinstrumente) sowie das Rahmenprogramm komplett enthalten. Die Unterbringung erfolgt in Doppel- bis Fünferzimmern, wobei die Doppelzimmer bevorzugt an Paare abgegeben werden. Wir werden versuchen, alle Zimmerwünsche zu berücksichtigen, können aber keine Garantie geben, das jeder in seinem Wunschzimmer unterkommt. Bettwäsche sollte mitgebracht werden oder kann vor Ort gegen ein kleines Entgelt ausgeliehen werden.

    Hier geht es zur Anmeldung


    Grüße

    Der Rolf

    Hallo

    Ein Kunde möchte seine kaum gespielte GOAK wieder hergeben! Da der Kunde in Italien wohnt, habe ich angeboten, hier darüber zu informieren. Am Ende stelle ich nur den Kontakt her, aus dem Deal bin ich sonst raus, auch der finale Preis muss mit dem Kunden abgesprochen werden. Zur Trommel:

    Die 40er Version der GOAK Serie. Kraftvoll, Standardgröße. Wunderbare warmer Klang.

    • 40cm x 14,5cm
    • TrHED tuning system
    • voll getaped.


    Bilder sind aktuell von gestern:



    Neupreis war 320€, der Kunde möchte jetzt 290€ haben. Ein sensationeller Preis, zumal die GOAK Serie innerhalb kurzer Zeit vergriffen war.

    Grüße
    Der Rolf

    Moin

    Die Liste kann man leider nicht einsehen, dazu müßte man sich bei Amazon einloggen. Vielleicht ein Screenshot einstellen?

    Was soll ich sagen: Unter 100€ wirst Du mal nix gescheites finden. Ich kenne keinen Hersteller in dem Preisbereich, der nicht in Pakistan o.ä. produziert. Und da ist es dann eben unklar, woher die Felle kommen, wie sie behandelt wurden und wie die Tiere gelebt haben. Das gibt es schlicht nicht.


    Wenn es nicht gebraucht sein darf, wird es also nix.

    Stimmbar: Wenn es ein Naturfell sein soll, ist zu Hause auch Grund genug, eine stimmbare zu kaufen. Dein Barometer und Hygrometer würde sich ja auch ändern, auch wenn es bei Dir zu Hause hängt. Die Naturfelle ändern sich dann auch.


    Synthetikfell bleibt dann noch übrig, da könntest Du ev. auf ein Stimmsystem verzichten. Nur musst Du dann darauf vertrauen, dass der Hersteller alles richtig macht und nicht was liefert, was nur pling statt bumm macht.


    Tut mir leid, aber das sehe ich alles nicht...

    Grüße

    Der Rolf