Beiträge von Rolf Wagels

    Moin!

    Hasis! Das ist ja sehr nett. Aber eigentlich geht es doch um viel mehr: Um den Community Gedanken, um die Trommel, die uns alle fasziniert und (zumindest bei mir) um die irische Musik, die mich auch verschiedensten Ebenen so packt, wie keine andere Musik.

    Daher Danke an Euch alle, an alle die diese Musik und/oder diese Trommel so lieben und die sich daher hier, auf den Treffen, auf Sessions, auf den Workshops und sonst wo treffen, austauschen und diese Freude teilen.

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Dass Coleman und Co. Generationen von fiddlern beeinflusst haben, ist a) nix neues und widerspricht b) in keinster Weise Michas Aussagen. Denn auch hier wurde oral übertragen. Per Gehör, nur nicht live sondern über die Platten. Wenn man sich ein wenig mit der Geschichte der irischen Musik auseinandersetzt, ist das ja auch nicht überraschend.

    Ich sehe auch sonst nicht, dass die Ausführungen von Micha idealisierend sein sollen...

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Ich habe hier nicht gelesen, dass irgendwer gesagt hat, dass man das nicht darf. Aus meiner Sicht ging es um Begriffsdefinitionen, nicht darum, das Rpertoire zu begrenzen. Ich kann aber jetzt aus Zeitgründen auch nicht den ganzen Thread nochmal lesen. Ich habe es jedenfalls nicht so gesagt oder so gemeint.

    Grüße

    Der Rolf

    Wenn ich Colm allerdings nur frage und nicht selber hinschaue, verstehe ich wieder nix, weil ein mündlich erklärter Roll (siehe Kevin Burke-Video) bei mir Gehirnsausen verursacht. Colm kann ihn mir ja nicht vorspielen!

    Du hast meine Links gesehen, oder? Genau bei beiden kannst Du ihn nicht nur fragen, sondern auch ihn vorspielen lassen.


    Ansonsten finde ich die Idee, bei der Geige zu schauen, prinzipiell nicht verkehrt. Wenn die Bodhrán zur Begleitung irischer Musik eingesetzt wird, ist das eben nicht bodhran-fern. Das ist aber natürlich verständlich, wenn die Bodhran da nicht eingesetzt wird, sondern woanders als Perkussionsinstrument. Im irischen Kontext halte ich das für richtig. Spannend ist, ob dann der irische Kontext auch für die Bodhran in anderen Kontexten gelten soll oder nicht. Bei der Tabla erschien es mir schon beantwortet, warum dann nicht auch bei der Bodhrán?

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Ich glaube nicht. Wir produzieren drei 20 Minuten Videos zum Download, das ist nicht live. Und zwar je eines für beginner, intermediate und advanced.

    Und dann geht danach der Live Unterricht mit den jeweiligen Lehrern durch, wo man vielleicht auch nochmal über das im Downloadvideo gezeigte spricht. Ich weiß aber ja auch nicht, ob die alle, die dann in meiner Klasse sitzen, die Videos schon gesehen haben. Und Zeitverschiebung beachten, das ist ja die irische Zeit...also plus 1 hier.

    Grüße

    Der Rolf

    Sorry, ich kann dem nichts abgewinnen, wenn Trommler meinen Rolls von Geigern abgucken zu wollen, nur weil jemand die auf der Bodhran mit denen auf der Geige verglichen hat.


    Der Roll war ist und bleibt ein percussives Verzierungselement.


    Dann nehmt lieber namhafte BodhranSpieler und lernt von denen.

    Äh ja, der Colm ist ja auch ein namhafter Bodhranspieler....

    Moin

    Dank Coronavirus wird auch Robbie Walshs und Colm Phelans summer school nicht so stattfinden können, wie gewohnt. Aber die Jungs haben sich was anderes Gutes überlegt: Eine Online Summer school.

    Tolles Line up, gute Sache!

    10 Lehrer:

    • John Joe Kelly
    • Eamon Murray
    • Rolf Wagels
    • Cormac Byrne
    • Junior Davey
    • Kieran Leonard
    • Niamh Fennell
    • Martin O Neill
    • Colm Murphy
    • Siobhan O Donnell


    Dazu drei Konzerte, Q&A mit Robbie und Colm. Onlineeinblick in Rob Forkners Bodhranwerkstatt. Und es wird noch ein paar specials geben.



    Hier steht alles:

    Bula-Buzz-2020-E-Poster.jpg



    Link zur Seite:
    http://www.bulabuzz.ie/teachers/


    Ich freue mich sehr, dabei zu sein!

    Grüße

    Der Rolf

    Ich schlage daher für Bodhran vor, den "Roll" als eine bestimmte Abfolge von Schlägen (sind wir uns denn da einig? down topend up?) zu definieren, aber das nicht zwangsläufig schon als rhythmische (fixierte) Notation zu verstehen, also: Ein Roll an sich hat keine Notenwerte.

    Puh, nee, eben nicht. Das ist ja das Problem. Colm definiert ihn anders...eben als single ended gespielt. Ich habe das leider nicht mehr richtig parat. Dann kommt noch der "single ended roll", der ja kein top end hat. Und so geht es leider schon los.


    Es gibt ja auf Facebook nächste Woche den Bula Buzz Livestream, da ist Colm dran...bis dahin kann Lance seinen Facebook Account einrichten und mal schauen und fragen!

    Und im Sommer kommen noch mehr Gelegenheiten, auch ohne Facebook. Siehe hier: http://www.bulabuzz.ie/teachers/

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Ja, das ist alles klar und richtig.

    Auf Noten wird, aus oft diskutierten Gründen, zum Teil verzichtet werden. Das ist aber nur eine Seite.

    Die andere Seite ist die Begriffsdefinition, und da haben wir es schwer, uns gegen "die Iren" durchzusetzen, auch wenn man nicht aus der irischen Tradition stammt. Ich kenne mich nicht aus, aber wenn man jetzt zum Beispiel Tabla lernt, gibt es auch neue Begriffe, die sich eventuell mit denen der westlichen Musik (statt klassicher Musik?) beißen?

    Grüße

    Der Rolf

    Laut Colm Phelan entsprechen die Verzierungen Triplet und Roll den unterschiedlichen Verzierungen gleichen Namens auf der Geige in der traditionellen Musik.

    Das hilft jetzt technisch nicht weiter...ich habe vielleicht noch irgendwo Aufzeichnungen oder kann Andy/Colm fragen. Da ich aber gerade im Umzugsstress bin, muss ich das ein wenig hinten anstellen...

    Grüße

    Der Rolf

    Vorab muss ich trotzdem ein polarisierendes Denken zerstören: Weder "Triole" noch "triplet" sind Begriffe, die insbesondere mit "Klassischer Musik" zusammenhängen.

    jau. Das war mir schon beim Tippen klar, aber ich wusste in dem Moment nicht, wie ich das abgrenzen sollte. Irish Trad vs rest of music :D

    Grüße

    Der Rolf

    Was ist eine triplet? Das war die Frage.

    Ich glaube, wir müssen uns dran gewöhnen, dass es da in der traditionellen irischen Musik und in der klassischen Musik unterschiedliche Definitionen gibt. Nicht nur beim Triplet.

    Die spannende Frage ist jetzt: Was nutzen wir? Können wir uns auf irgendwas einigen? Also nicht wir drei oder vier hier, sondern der irische Bodhranlehrer, der in irischen Maßstäben denkt und zB Lance...

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Mir fehlt etwas die Zeit und auch die Muße, da jetzt vollumfänglich zu antworten, ich bin auch ehrlich gesagt etwas erschlagen von der Fülle.

    Daher nur einzelne Punkte:


    Da bin ich ganz dabei. Also anstatt das eine gegen das andere auszuspielen oder herabzusetzen, sage ich lieber:

    Mehr Verstand, mehr Gemüt und mehr Körper!! Und das ganze leidenschaftlich, dann wird's schon klappen!

    Jau, und genau darauf will ich hinaus. Ich glaube ja, dass hier bei Dir gerade noch viel zu viel Kopf ist. Ich bin wirklich kein Verfechter von alles mit Herz, dann passt das schon und egal, ob es im Timing ist, Hauptsache mit Herz, aber die richtige Mischung macht es. Bewusst spielen, ja, mit Herz eh klar, aber auch nicht mit zuviel Kopf.

    Zudem. Es gibt keine Triplets in einer Polka, weder als Verzierung noch als Triole. Eine Polka hat eben keine Triolen, denn das macht gerade den Groove einer Polka aus! Also, mehr Tune-Verstand, fände ich gut!

    das ist wohl nicht haltbar. Ich bin nun kein Tunes Spieler, aber wenn man mal hier schaut, dann sind da die gängigen Verzierungen in der traditionellen irischen Musik aufgeführt:
    https://thecelticroom.org/play…-music-ornamentation.html
    Soweit ich das sehen kann auch in Einklang mit den Ausführungen zum Thema Ornamentation in der Bibel der Irischen Musik, dem Companion to Irish traditional music. Und das soll nicht in einer Polka gehen?


    Äh, verstehe ich das richtig? Dieses Forum ist zu klein, um das für D festzulegen, aber drei (ungewählte) Vertreter aus D, IRL und USA wollen das international bestimmen?? Huppsa, da werde sogar ich zum Basisdemokraten.

    Ja nun, wir wollten mal einen Anfang machen. Entschuldige, dass wir vorher nicht gefragt haben. Da wären natürlich nur Vorschläge mit Begründungen raus gekommen, und dann hätten alle was dazu sagen können. Aber ich kann Dich beruhigen, besonders weit sind wir nicht gekommen. Ich halte es jedoch für extrem wichtig, sich nicht in klassischen Definitionen zu verlieren, sondern auch die Definitionen der irischen Musik in Hinterkopf zu behalten. Das hat Colm sehr gut belegen können, da gibt es dann zwar Unterschiede, und man muss überlegen, woran man sich orientiert, aber das kann man ja machen...

    Grüße

    Der Rolf

    Vielen Dank für den link zu dieser Skype lesson.

    Ich habe auch die Bodhrán Soup gelöffelt, für mich war von daher nicht so wirklich Neues dabei. Leider auch nicht bez. jener Spielfigur.

    Moin!

    Wir ging es um die Zwischentöne! Mehr Herz, weniger Kopf! Mehr groove, mehr tune, weniger Technik und so. Sieht man in dem Video auch noch die Reaktionen der Zuschauer? Wenn ja: Immer dann, wenn es von mir sehr, sehr viele Herzchen gab....

    Hm. Er spricht sehr viel davon, aber einen nachvollziehbaren (klaren) Weg dahin, auch technisch, sehe ich nicht darin. Ebensowenig in der Bodhrán Soup. Ein fantastischer Musiker und Bodhrán Spieler ist er ohne Zweifel.

    Genau...siehe oben...weniger technisches Denken, mehr Herz und Groove :-)


    Gemischt? Zwei Varianten?

    Welche Varianten hörst Du da raus?

    Gleiches Ding, aber mal mit oberem Ende und mal nicht, wenn Du mich fragst...


    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Der spielt das gemischt, kann man hier sehr gut hören und sehen, aus meiner Sicht. Bei 0:20 berührt das obere Ende das Fell, bei der Verzierung vorher nicht. Eamon spielt definitiv beide Varianten, hat er neulich bei der kostenlosen Unterrichtssession für die Krebshilfe in Irland auch nochmal gesagt. Das war sowieso eine hervorragende Stunde, da er klar sagt, worauf es beim Spiel wirklich ankommt und das ist nicht das, worüber hier diskutiert wird ;).

    https://www.facebook.com/74161…9/videos/231332018109612/

    Geht vielleicht auch ohne Account, keine Ahnung. Aber da spricht er mir an so vielen Stelle aus dem Herzen, das muss sich jeder anschauen...

    Grüße

    Der Rolf

    Moin

    Spannend. Am Rande bemerkt:

    1) Es ist schon ein Unterschied, ob es double ended oder single ended gespielt wird. Klingt anders, und enspricht anderen Verzierungen auf der Geige. Colm Phelan, Andy Kruspe und ich haben da mal länger drüber gesprochen. Colm hat das übernommen von den Geigenverzierungen und nennt eines Rolls, eines Triplet. Im Gegensatz zur klassischen Musik entspricht das double ended gespielte Dingen einem Triplet auf der Geige, das Single ended gespielte Triplet einem Roll...da musste ich auch mal zurückrudern. So, das ganze haben wir bei mehreren Videokonferenzen besprochen, in denen wir drei mal sowas festlegen wollten, was Lance hier auch will. Das macht schon Sinn, ist aber nicht einfach. Und wenn, dann international und nicht nur für uns in D und deutschsprachigen Ländern. Das Projekt ist allerdings gerade etwas auf Eis.

    2) das mit den Inuit ist eine Urban legend. https://de.wikipedia.org/wiki/…C3%B6rter_f%C3%BCr_Schnee
    3) Schönes Video vom Murray.

    Grüße

    Der Rolf