Beiträge von Michael H.

    Craiceann ist immer in der letzten vollständigen Juniwoche. Falls es 2022 hoffentlich wieder stattfindet, bin ich sowas von dort. Damit wären die beiden Wochenenden "drumherum" bei mir nicht möglich.

    Hallo Dimitri,


    anscheinend ist es nicht nur dein Syndrom. Ich beobachte Selbiges auch bei mir und Anderen in den Seminaren. Letzten Herbst in Vollmerz hat's mich am Sonntag im Unterricht auch komplett ausgeknipst. Dann denkt man selbst, "Ich kann das doch, warum ausgerechnet jetzt nicht". Normalerweise fallen mir die Sachen, die wir da machen beim Üben und in der Session wie von selbst ganz locker aus dem Handgelenk. Keine Ahnung, was der Kopf da macht. Ok, es schauen einen plötzlich alle an, aber wir kennen uns ja und es ist ja auch nicht so, dass der große böse RWolf da vor uns sitzt.

    Zumindest in meinem Fall wäre ein möglicher Ansatz zur Erklärung Folgender: In der Session oder beim Üben spiele ich weniger auf Abruf. Da folge ich schon der Musik, da kommen aber manche Sachen eben wie sie kommen, oder sie kommen eben nicht sondern was Anderes, was auch passt. Letztes Mal in Vollmerz war es glaube ich so, dass die Durchläufe der Teile unterschiedlich gespielt wurde, da kam z.B. an einer Stelle noch ein Roll in's Grundpattern. Ich war dann so darauf fixiert das an der Stelle zu treffen, wie es auf dem Zettel stand und die Pfeile so abzuspielen, wie sie geschrieben waren, dass ich darüber ganz vergessen habe ordentlich auf die Ziege zu kloppen, geschweige denn der Musik zuzuhören.

    Aber es ist nunmal so, dass wer sein Instrument beherrschen will eben auch Dinge auf Abruf liefern können muss. Daran übe ich zur Zeit aus gegeben Anlass. Ende Februar helfe ich nämlich mit meinem Trömmelsche bei Freunden aus, denen für einen Auftritt der Perkussionist abgesprungen ist. Ich bin gespannt, aber wird schon schiefgehen.

    Also Dimitri, lass dir davon nicht den Spaß verderben. Bisher haben wir ja trotz diverser Aussetzer immer jede Menge gelernt auf den Weekends.

    So, jetzt ist es raus: Ich kann nicht zum Forumstreffen, da wir an dem Wochenende einen Tangoball mitgestalten. Vielleicht könntet ihr euch kurzfristig dazu durchringen, das Forumstreffen auf Schloss Batzdorf in Klipphausen stattfinden zu lassen. Dann passt es wieder.


    Gruß,

    Micha

    Ick freu mir ooch schon. Das wird fein. Und dann noch mit John Joe Pede in der Band.

    Kann ich nur hoffen, dass ich meine Tipperhand bis dahin wieder voll im Griff hab. Eigentlich müsste man sich mit euch Verrückten mehr als die 1-2 mal im Jahr treffen. Es ist mir immer wieder ein Fest.


    Gruß,

    Micha

    Hallo,


    "Rolls sind eine Art der Verzierung in der irischen Musik, die auch triplet genannt wird. Es handelt sich hierbei um das Einfügen zweier Noten, die doppelt so schnell gespielt werden wie die sonstigen Down- und Upstrokes, also beispielsweise zweier Sechzehntelnoten in eine Kette aus Achteln" (S. 19)


    So wie er das schreibt ist das schon richtig. Wenn ich in einer Reihe von Achteln zwischen zwei Achtel noch eine dazwischenhaue (z.B. mit dem oberen Ende des Tippers) und ansonsten meinen count beibehalte, dann mache ich aus der ersten Achtel zwei Sechzehntel und die zweite Achtel bleibt wie sie ist. Zusammen klingt das dann zwar als Dreiergruppe aber die dritte Note im Bunde ist tatsächlich witerhin eine Achtel. Wäre sie auch eine Sechzehntel, würden wir vier schnelle Schläge hören, da die dritte Sechzehntel ja den darauffolgenden Schlag an sich heranziehen würde.


    Da ich grad kein Notenbild hier einfügen kann mal kurz quick and dirty:


    8/8 durchgespielt:

    D___________U____________D____________U __________D____________U__________D____________U

    1/8_________1/ 8__________1/8_________ 1/8_________1/8__________1/8_________1/8__________1/8 = 1/1


    8/8 mit einem roll (tri-pe-let) drin:

    D___________U___________ D___________ U___________D_____B _____U__________D____________U

    1/8_________1/8__________1/8__________1/8_________1/16__1/16__1/8_________1/8__________1/8 = 1/1



    Will man tatsächlich drei Schläge in der Zeit von zweien spielen müsste man statt 2 mal 1/8 im selben Zeitintervall 3 mal 1/12 spielen. Das wäre dann wirklich ne Triole (ich glaub in der Notation als 8tel Triole geschrieben) aber korrekt ausführbar nur im Expertenmodus. Echte Triolen im 4er oder 8er Rhythmus klingen immer etwas geschleppt, da sie ja nicht ins gerade Taktschema passen.


    Somit bedeuten die Begriffe Rolls, Triplets und Verdopplungen wie wir sie für gewöhnlich spielen meiner Meinung nach alle das gleiche und habe nichts mit wirklichen Triolen zu tun.


    Guido hat dieses Jahr in Proitze 16tel Triolen in sein Polka-Pattern eingebaut indem er seinen Double-end Roll beschleunigt hat und damit noch Platz gemacht hat für einen Schlag mehr. Somit hat er drei Schläge in einen 1/8 Downstroke gequetscht (Down - Backend - Up) und die nächste Achtel (die normal der Upstroke wäre) als Instroke gespielt. Danach gings normal weiter. Ist ein cooles Pattern, das ich immer gerne mal wieder übe, da man den Downstroke echt mit Schwung runterreißen muss. Ich spiel ja sonst eher single end aber dabei bin ich mal gezwungen, das Stickende mit einzusetzen.


    Gruß,

    Micha



    Nachtrag:

    Ich hab gerade nochmal drüber nachgedacht, und bin drauf gekommen, dass Doro durchaus auch Recht hat. Drei Noten im Raum von zweien muss ja nicht unbedingt heißen, dass die gleich lang sein müssen. Man kann es ja auch so sehen, dass man aus zwei langen Noten zwei Kurze und eine Lange macht. Aber das hat Paul ja weiter oben auch schon dargestellt.


    Sehr schöne Arbeit, insbesondere wie schon von Rolf erwähnt die Teile Spieltechnik und Komposition.

    Genauso mache ich die Plopps. Ich nehm nur nicht die Hand ganz weg. Erstens will ich ja zwischen den Plopps nicht nur Bässe haben und zweitens versuche ich schon, auch Bässe nicht unabgedämpft zu spielen.

    Da ist für mich z.B. schwierig, die zwei hohen Plopps der Zweiergruppe in der Son-Clave ins Dreieck zu spielen, aber die eine Achtel dazwischen als Nicht-Bass mit der Hand irgendwo richtung Fellmitte. Mal sehen, wohin das noch führt.

    Hi,


    witzige Frage. Ich habe davon noch nicht gehört. Zumindest nicht in der Funktion, die Claves in der lateinamerikanischen Musik haben. Schlaginstrumente sind ja in der irischen Musik jetzt nicht wirklich zahlreich vertreten. Wer mehr weiß, kann mich gern verbesserrn.

    Zufälligerweise habe ich aber gerade in letzter Zeit probiert, die Son- und die Bossa-Clave auf der Bodhrán unterzubringen. (Rumba-Clave ist mir zu Hardcore). Gespielt als betonte hohe "Plopps" über zwei Takte. Ich bin da aber noch am Anfang. Die linke Hand ist noch nicht schnell genug und die betonten Upstrokes kommen noch nicht ausreichend knackig und treffsicher.


    Gruß,

    Micha

    Ich hab nen schnöden Blechgrill. So ein 5€ Teil. Dafür aber super Grillbesteck. Kann ich ja mitbringen. Ich muss aber einschränken, dass meine Kommenswahrscheinlichkeit bei nur 80-90% liegt. Wenn fett Stau ist fahr ich zurück. Muss nämlich am Samstag schon um 10 wieder starten. Da würde sich das nicht lohnen, wenn ich dann erst um 22 Uhr oder so ankommen würde.


    Gruß,
    Micha