DUD / DDU / DUU / UDU ?

  • Hallo zusammen,

    mal wieder eine Anfängerfrage:


    Wenn ihr Jigs und Co spielt, verwendet ihr immer das gleiche Pattern wie z. B. -Down Up Down-?

    Gibts verschiedene "Schulen", die beharrlich bei einem Pattern bleiben oder variiert jede/r wie er/sie will und es für das Stück passt?


    Ich finde -Down Up Up- ziemlich cool.

    Gibts Leute, die andere Pattern verwenden. Wenn ja, welche und warum?


    PS.:

    Verwendet jemand Paradiddle, also -Down Up Down Down Up Down Up Up-, bei 4/4?


    Freu mich von euch zu lesen,

    Leyivo.

  • Moin

    Ich bin ein großer Freund des klassischen DUD.

    Kannst Du mal mit Musik DUU einstellen? Ich kann mir das kaum vorstellen, aber vielleicht fehlt mir nur die Phantasie?

    Grüße

    Der Rolf

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    Zwar ohne Musik, aber besser gehts wohl nicht :)


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    Für die Paradiddles.


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    Für eine Anwendung von -DUU DUU DU- in Reels.


    (Sorry, falls ich hier die absoluten Klischee-Videos auspacke. Bitte um Welpenschutz ;))

  • Rónán Ó Snodaigh ist einer der coolsten und abgefahrensten Bodhranspieler die ich je die Ehre hatte zu treffen.

    In meinem ganzen Leben werde ich niemals begreifen wie er das tut was er tut. Da macht mein Denkvermögen einfach “plopp”.

    :D

    LG

    Höppy

  • Zwar ohne Musik, aber besser gehts wohl nicht

    Ja, das ist natürlich genial. Kenne aber nicht viele außer Ronan, die das so gut hinbekommen :-).

    Und: Zu Kila und seiner Musik passt es genial. Die etwas traditionelleren Stücke würde er vielleicht auch nicht so begleiten.

    Aber natürlich mega gut!

    Grüße

    Der Rolf

  • Hallo


    Zur Frage, wieso welche pattern gespielt / bevorzugt werden, hier bezogen auf ein jig-pattern.


    Warum Ronan gerne DUU DUU spielt, erklärt er ja selbst:

    wegen des Drucks, den er durch den Down-beat als treibendes Element seines grooves erzeugt.

    Dabei hilft auch, dass die UU von Natur weniger kräftig sind. Also Kontrast pur, wenn auf dem D noch der Bass gelegt wird.


    Zusätzlich spielt er gerne die UU auch als Randschläge. Das verstärkt nochmal den Kontrast durch den markanten, hellen Ton.


    Woanders spricht er von „back to front“. Gemeint ist das Ausholen von hinten nach vorne, also eigentlich ein Down-beat organisiertes Spiel. (Über diese Anschauung könnte man mal meditieren als Alternative zu „rauf“ und „runter“)


    Bleiben noch:


    DUD UDU

    Für ein flüssiges Spiel. Absolutes must have.

    Bei einem Akzent durch den UP-beat auf der zwei (UDU) zusätzlich anspruchsvoll.


    DUD DUD

    Ergibt einen groove mit Auftaktcharakter durch die DD.


    DDU DDU

    Benutze ich persönlich eher beigemischt in jigs.

    In Reels häufiger, z.B. als break im rundown:


    DD UD DU DD/ UD DU DU DU/ D….


    Zuletzt noch:

    UUD UUD


    Spielt das jemand?

    "Ronan-like" wäre z.B.


    DUD UUD / DUD UUD / D…


    Variante: Randschlägen auf alle UU.

    (Dass er schnelle DD UU DD UU…. spielen kann, zeigt er ja eindrücklich.)


    Soweit meine persönliche Sichtweise in aller Kürze.


    Das Thema DUU halte ich für highly advanced.

    Ob es sich lohnt, in das Erlernen zu investieren?

    Vielleicht eher eine Frage der Prioritäten.


    Viele Grüße


    Lance

  • Oweia zum Ende war mir ganz dudelig!

    Double Ups sind anspruchsvoll. kommen betont/akzentuiert selten vor, kommen aber spicy im Pattern.

    Aber dieser Fred hier motiviert mich doch wieder, vielen Dank euch!

    "Die Musik muss dem Manne Funken aus der Seele schlagen", (Beethoven)

    Salty Shores

    Einmal editiert, zuletzt von Ulf ()

  • PS.:

    Verwendet jemand Paradiddle, also -Down Up Down Down Up Down Up Up-, bei 4/4?


    Eamon Murray hat dazu einmal gesagt, dass er selber keine Paradiddles benutzt, sie aber als Übung in allen möglichen Formen als „healthy“ empfiehlt zur Erweiterung der Spielfähigkeit.


    Den Simple Paradiddle in der Grundform: RLRR LRLL (also DUDD UDUU) habe ich noch nie in Reinkultur bei irgendwem (auf der Bodhrán) rausgehört. Ich selber spiele ihn z.B. auf sessions nur dann, wenn ich mir das vornehme, nach dem Motto: Wenn ich ihn schon geübt habe, dann kann ich ihn auch mal anwenden. Für mich passt er aber einfach nicht gut z.B. in einen Reel.

    Wenn man ihn mit Randschlägen, verschiedenen Tönen etc. spickt, wird er wieder interessant. Als tune-Begleitung dann aber wiederum zu auffällig.


    In dem Video stellt Ronan jedoch eine andere Form des Simple Paradiddle vor:


    Statt

    DUDD UDUU


    beginnt er das Schlagmuster mit der 6. Position:


    DUUD UDDU


    Das ergibt einen ganz anderen Charakter, der gut zu irischer Musik passt, obwohl das Schlagmuster komplett erhalten bleibt.


    Ich habe diese Ronan-Video-Reihe im Laufe der Jahre dutzende Male angeschaut, und so ganz allmählich habe ich nachvollziehen können, worum es geht. Sehr spannend. Dieses Video bleibt mir aber rätselhaft.


    Immerhin, DUUD UDDU finde ich eine gute Kombination, wenn man sich die Mühe machen will.


    Viele Grüße


    Lance